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Mit der Buga ins Mittelalter

Neue Hallenschau eröffnet in Brandenburg Mit der Buga ins Mittelalter

Von wegen dunkles Zeitalter: Die aktuelle Blumenschau „Ritter, Rösser und Rapunzel“ anlässlich der Bundesgartenschau verwandelt die Johanniskirche in Brandenburg an der Havel in ein blumiges Farbfeuerwerk. Gezeigt wird mittelalterliche Blumenkunst.

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Floristikmeister Werner Paizdzior sorgt für den letzten Feinschliff.
 

Quelle: Josefine Sack

Brandenburg/H..  Scheiterhaufen, Pest und Intrigen: Schon beim Gedanken an Filme wie „Der Medicus“ oder „Die Päpstin“ stellen sich einem die Nackenhaare zu Berge. Denn für solche Bestseller bietet das Mittelalter bekanntlich den besten Stoff. Nur allzu gern werden die Jahrhunderte zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit als dunkles Zeitalter bezeichnet. Zu Unrecht, wie die aktuelle Blumenschau „Ritter, Rösser und Rapunzel“ in der Kirche Sankt Johannis in Brandenburg an der Havel zeigt. Die mittelalterlichen Klostergärten waren alles andere als düster. Buntes Gemüse, jede Menge Kräuter und eine üppige rostig-feurige Blumenpracht nimmt die Besucher der Bundesgartenschau (Buga) in dieser Woche mit auf eine Zeitreise in die Botanik des Mittelalters.

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Ritterlich angerichtet sind die Tafeln im Buga-Standort Brandenburg an der Havel: In der Johanniskirche hat ein mittelalterlicher Klostergarten die mehr als 10 000 Gladiolen und Fuchsien abgelöst. Bis zum Sonntag können Gäste der Bundesgartenschau die Ausstellung „Ritter, Rösser und Rapunzel“ vor sakraler Kulisse bewundern.

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 Rose, Lilie und Iris: Diese Blumen zierten schon im 7. Jahrhundert die Wappen von Adelsfamilien und Königshäusern. Auch Hahnenfußgewächse wie Rittersporn und Eisenhut stammen aus jener Zeit. In der Johanniskirche treten die Blüten mit jahrhundertealter Tradition in einen perfekten Einklang mit dem historisch-sakralen Gemäuer. Opulent wird die Mittelalter-Floristik im Mittelschiff der Kirche an zwei riesigen ritterlichen Tafeln in Szene gesetzt. Prächtige Blütenkränze aus Hagebutten, Artischocken, Paprika, Mohn, Äpfeln und Beeren haben die hier zuvor ausgestellten Fuchsien und Gladiolen abgelöst und verwandeln die Kirche nun in ein blumiges Farbfeuerwerk. Die Kränze zeigen die Früchte in unterschiedlichen Stadien, von der Blüte bis zum Fruchtstand. Inszeniert wird die Vergänglichkeit der Natur, aber auch des Lebens. Ein Hauch morbiden Charmes schwebt über so manchem Gesteck. Kränze haben eine mehr als 2000 Jahre alte Historie. Nicht nur für die Trauerkultur sind sie von Bedeutung. „Der Kranz ist ein christliches Symbol, er steht für die Unendlichkeit, wie das Leben hat er keinen Anfang und kein Ende“, erklärt Werner Paizdzior, Chef des Grünberger Bildungszentrum Floristik, der auch die Korea-Schau in Havelberg verantwortete.

Von Josefine Sack

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