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Mittelalterliches Kriminaldinner im Slawendorf

Brandenburg an der Havel Mittelalterliches Kriminaldinner im Slawendorf

Wer verübte auf den Fürsten Pribislaw Heinrich einen Giftanschlag und wer war für die anderen Morde beim Fürstentag verantwortlich? Diese Fragen mussten am Samstagbend beim Fürstentag im Slawendorf in Brandenburg an der Havel geklärt werden. Eingeladen hatte zu diesem Fürstentag mit Krimi-Dinner das Projekt Zeitreise Brandenburg.

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Lauter skurrile Gestalten prägen den Fürstentag im Slawendorf, das Kriminaldinner aus dem Mittelalter.

Quelle: Silvia Zimmermann

Brandenburg/H. Wer verübte auf den Fürsten Pribislaw Heinrich einen Giftanschlag und wer war für die anderen Morde beim Fürstentag verantwortlich? Diese Fragen mussten am Samstagabend beim Fürstentag im Slawendorf geklärt werden. Eingeladen zum Krimi-Dinner hatte das Projekt „Zeitreise Brandenburg“.

Die Zuschauer erleben während des zweistündigen Krimi-Dinners am Hofe des Fürsten Pribislaw Heinrich einen Mord nach dem anderen mit. Bis zum Schluss bleibt rätselhaft, wer der Auftraggeber war und welche Absicht sich hinter dem heimtückischen Verbrechen verbirgt.

Ort des Verbrechens ist ein Fürstenzelt. Die Zeltwände bewegt der Wind, brennendes Holz knistert in Feuerschalen und spendet Wärme. Kerzenlicht erhellt den Innenraum des Zeltes, und rustikale Sitze und eine Tafel bieten Platz für die Gäste, die sich ins Mittelalter versetzt fühlen. Hautnah lernen sie die Sitten und Bräuche des Adels kennen, werden Teil des Geschehens. Die Kriminalgeschichte spielte im Jahre 1147 hier in Brandenburg. Der Fürst Pribislaw Heinrich lädt die verfeindeten Parteien zu einem versöhnlichen Mahl. Der Fürst (Ilja Hübner) hat für alle Getränke und Speisen einen Vorkoster. Nach wenigen Schlucken Wein fällt er zu Boden fiel und ist tot. Er bleibt beileibe nicht der einzige Tote des Abends.

Gemütliches Beisammensein

Gemütliches Beisammensein.

Quelle: Silvia Zimmermann

Denn wenig später kommt ein Bote geeilt. Er kann nur noch die Silbe „Pri“ aussprechen und fallt ebenfalls tot um. „Wer trachtet mir nach dem Leben und wer will dieses Fest des Friedens stören?“, ruft entsetzt der Fürst. Der Herold des Markgrafen Albrecht der Bär, gespielt von Christian Heise, verkörpert den Vermittler und Ermittler. Geladen ist auch Bischof Wigger und der heidnische Priester, sie sollen zur Klärung der Morde beitragen.

Das Publikum wird befragt, ein alter Weber, ein Fischer und der Schmied Keitl aus Brielow müssen als Zeugen aussagen. Das Publikum erkennt schnell, dass der trottelige Fischer und der Schmied nicht die Mörder sind. Nur der Weber, dieser alte klapprige Mann, verbirgt ein Geheimnis. „Wir kommen in diesem Fall nicht weiter. Stecken sogar die Sachsen oder die Slawen dahinter? War es der Weber?“, fragt der Herold das Publikum. Jeder Gast hat seine Vermutung. Sollte vielleicht Pretissa, die Frau des Fürsten (Mathias Kriesel) hinter den Mordkomplotten stecken?

Die Spannung steigt. Der Fürst ruft: „Mundschenk, was hast du für dieses Fest gekocht?“ Serviert werden Kräutersuppe im Brotlaib, Schweinefleisch auf Gemüsebett aus dem Backofen und als Nachtisch – dem „Komplott“ – gibt es mit Honig gesüßten Hirsebrei und warmes Apfelkompott.

Zum Abend gehörte natürlich auch ein Theaterstück

Zum Abend gehörte natürlich auch ein Theaterstück.

Quelle: Silvia Zimmermann

„Wir haben die Geschichte frei erfunden und es gab kein richtiges Drehbuch“, erklärt Christian Heise. Bei den Gästen des Abends kommt das Stück gut an. Zwei Darsteller, Jens Wiedecke und Thomas Rau, schlüpften in jeweils drei und sogar vier Rollen. Das Publikum macht mit als Volk, Vorkoster oder Ermittler. Genießen die Speisen und Getränke, lachen viel über die Schauspieler und loben den wundervollen Abend.

Wer wissen möchte, wer hinter den Morden und Anschlägen steckt, erfährt das Ende März, wenn das Projekt „Zeitreise Brandenburg“ zur dritten Aufführung des Fürstentags ins Fürstenzelt im Slawendorf einlädt.

Näheres unter www.zeitreise-brandenburg.de.

Von Silvia Zimmermann

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