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Mittelmark: Andrang bei Ausländerbehörde

Piratenpartei fordert Außenstellen für Flüchtlinge Mittelmark: Andrang bei Ausländerbehörde

Lange Wartezeiten an der Ausländerbehörde Werder/Havel werden beklagt. Andreas Schramm, Kandidat der Piraten für die Landratswahl, hat deshalb die Einrichtung von Außenstellen in Bad Belzig und Teltow vorgeschlagen. Die Verwaltung sieht darin keine Lösung und will effektive Arbeit anders befördern.

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Andreas Schramm, Kandidat der Piraten für die Landratswahl.

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Andreas Schramm fordert die Dezentralisierung der Ausländerbehörde der Kreisverwaltung-Potsdam-Mittelmark. Vor den nur mit wenigen Sachbearbeitern besetzten Büros in Werder/Havel komme es immer wieder zu völlig unhaltbaren Zuständen hat der Landratskandidat der Piratenpartei beobachtet. „Noch zu nächtlicher Stunde bildet sich bereits eine Schlange wartender Menschen, um eine Bearbeitung ihrer Angelegenheit im Laufe des Tages zu erreichen.“ Durch die seit Monatsbeginn realisierte Einschränkung der Öffnungszeiten verschärfe sich die Situation nach noch weiter.

Diese Einschätzung teilt das Landratsamt Bad Belzig nicht. Die Engpässe habe es im Dezember und Januar gegeben. Seinerzeit sei einerseits der Andrang von Flüchtlingen besonders groß gewesen, andererseits waren gleich mehrere Mitarbeiter krank geschrieben, berichtet Kai-Uwe Schwinzert. Nach Aussage des Verwaltungssprechers sind die temporären Ursachen aber inzwischen behoben, Wartebereich und Wachschutz wurden ausgebaut.

Effektivere Arbeitsweise gefordert

Von den strukturierten Sprechzeiten versprechen sich die Beteiligten ebenfalls eine effektivere Arbeitsweise. Sieben Kollegen sind nach der jüngsten Aufstockung mit den Angelegenheiten befasst. Der Fachdienst wünscht sich selbstredend weiteres Personal.

Zur Lösung der Problematik hatte Andreas Schramm die umgehende Einrichtung von Außenstellen in Bad Belzig und Teltow angeregt. Sie dürfte laut Kai-Uwe Schwinzert allerdings nicht zielführend sein. Denn vor Ort, so die intern bereits angestellten Überlegungen, brauche es jeweils trotzdem Personal und spezielle technische Ausrüstung.

Ausgabe von elektronischen Aufenthaltstiteln und Reiseausweisen

Asylbewerber Flüchtlinge und Geduldete sollen vielmehr ausschließlich dienstags, 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr, vorstellig werden. Die Ausgabe von elektronischen Aufenthaltstiteln und Reiseausweisen erfolgt mittwochs von 7.30 bis 12 Uhr. Sonstiges Ausländerrecht wird donnerstags, 9 bis 12 Uhr und 13 bis 15.30 Uhr, besprochen. Einladungen (Haftungs- und Verpflichtungserklärungen) werden ebenfalls dienstags und donnerstags bearbeitet. Montags und freitags werden keine Besucher empfangen.

Von René Gaffron

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