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Brandenburg/Havel Mittelmark: Gute Chancen mit Bahnanschluss
Lokales Brandenburg/Havel Mittelmark: Gute Chancen mit Bahnanschluss
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05:00 16.10.2015
Beim 3. Lehniner Gespräch diskutierten Manfred Bauer, Hans-Ulrich Schulz und Wolfgang Blasig (von links). Quelle: Christine Lummert
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Lehnin

Das 3. Lehniner Gespräch am Dienstagabend stand ganz im Zeichen des demografischen Wandels. „Herausforderungen und Chancen für das ländliche Brandenburg“ war die Fragestellung. Unter der Moderation des ehemaligen Generalsuperintendenten Hans-Ulrich Schulz sprachen Manfred Bauer, Leiter des Referats „Demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement“ in der Landesstaatskanzlei, und Potsdam-Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig darüber. Und waren dabei nicht auf Negatives fokussiert.

Das mag auch daran liegen, dass der gesamte Landkreis Potsdam-Mittelmark bis jetzt und in Zukunft nicht so sehr von abnehmenden Bevölkerungszahlen betroffen ist wie beispielsweise die Uckermark. Bauer lieferte zwar zu Beginn prognostizierte Zahlen, nach denen das Land Brandenburg bis zum Jahr 2030 um 350.000 Einwohner auf dann 2,1 Millionen Einwohner schrumpfe. „Dieser Trend ist in Potsdam-Mittelmark nicht zu erkennen, trotzdem müssen auch wir uns natürlich auf weniger Einwohner einstellen“, erklärte Blasig.

Gute Aussichten für Wiesenburg und andere Orte

Für den Landrat liegt die Chance vor allem darin, dass sein Landkreis an Berlin grenzt und vor allem die Orte im Speckgürtel brummen. „Aber auch unsere sogenannte Peripherie mit Orten wie Wiesenburg ist doch eher eine Salon-Peripherie“, stellte Blasig fest und zog den europäischen Vergleich mit London und Paris heran. „Wer dort 80 Kilometer vom Eiffelturm oder vom Tower wohnt, fühlt sich als Bewohner der Metropolregion und nicht als abgehängt von der Entwicklung“, erklärte Blasig.

Die Hoffnung liegt in Potsdam-Mittelmark unter anderem darauf, dass mit gleich bleibender Attraktivität Berlins mehr Hauptstädter und Zuzügler aus anderen Bundesländern wegen der teuren Mieten aufs Land ziehen und so den Lebensmittelpunkt im Grünen mit einem Arbeitsplatz in der Metropole verbinden. „Natürlich muss dann die Infrastruktur an den Wohnorten stimmen“, erklärte Blasig und gab als Beispiel seine Heimat Kleinmachnow an, in der er von 1994 bis 2008 Bürgermeister war. „Als mit dem großen Zuzug überhaupt noch nicht zu rechnen war, haben wir in Kitas und Schulen investiert – und als die Familien dann kamen, haben sie sich aufgrund der guten Infrastruktur für Kleinmachnow entschieden“, erklärte Blasig.

Bahnanbindung sollte verbessert werden

Für den ganzen Landkreis setzt Blasig auf einen weiteren Ausbau der Bahnanbindung nach Berlin, denn auch die Orte Bad Belzig und Beelitz werden immer beliebter und nicht zuletzt die Flüchtlinge, die in Berlin schon Jobs gefunden haben, müssen mobil sein.

Im Gesundheitsbereich bestehen dagegen noch größere Probleme. „In ganz Brandenburg gibt es in den Klein- und Mittelzentren auf dem Land eine ärztliche Versorgung, aber vor allem die älteren Menschen in kleinen Dörfern sind meist nicht so mobil und so müssen Lösungen gefunden werden“ erläuterte Bauer, der unter anderem auf das AGnES- Projekt verwies, bei dem geschultes medizinisches Personal regelmäßig in Haus kommt.

Von Christine Lummert

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