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Mittelmark: Raumnot im Feuerwehrzentrum

Container als Übergangslösung Mittelmark: Raumnot im Feuerwehrzentrum

Mit Containern will die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark der Raumnot im Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) in Beelitz-Heilstätten entgegenwirken. Zusätzliche Kapazitäten werden vor allem für Sanitär- und Schulungszwecke gebraucht. Es handelt sich um eine Übergangslösung.

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Der Schlauchturm ist das Wahrzeichen des FTZ in Beelitz-Heilstätten.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Mittelmark. Mit Containerbauten will die Kreisverwaltung der Raumnot im Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) in Beelitz-Heilstätten begegnen. Fachbereichsleiterin Debra Reußner spricht von einer „Interimslösung“, um den übenden Feuerwehrleuten für eine Übergangszeit zusätzliche Sanitär-, Umkleide- und Schulungsräume bereitzustellen. Dabei soll es sich um Raumzellen handeln, die derzeit nicht für die Aufnahme von Asylbewerbern benötigt werden. Wann konkret eine Entspannung im FTZ zu erwarten ist, ließ Reußner in dieser Woche bei einer Sitzung des Ausschusses für Ordnung, Sicherheit und Verkehr des Kreistages offen. Auch für die Containerlösung ist ein Baugenehmigungsverfahren nötig.

Das Landratsamt reagiert mit seinen Plänen auf die Kritik von Kreisbrandmeister Herbert Baier. Potsdam-Mittelmarks oberster Feuerwehrmann hat moniert, dass es bislang nicht zu einer baulichen Erweiterung des 2003 eröffneten FTZ gekommen ist. „Wir waren mit dem FTZ mal Vorbild für andere Kreise. Jetzt geht es nicht mehr vorwärts“, bedauerte Baier vor den Mitgliedern des Fachausschusses. Nadelöhr ist offenbar die Vor- und Nachbereitung von Trainingsmaßnahmen im 2011 errichteten Brandhaus, in dem jährlich mehrere hundert Kameraden unter realitätsnahen Bedingungen ausgebildet werden. Doch im Landkreis gibt es rund 1300 Atemschutzträger. „Wer im Jahr keinen heißen Einsatz absolviert hat, muss durch die Übungsanlage. Aber die Sanitär-, Umkleide- und Ausbildungskapazitäten reichen nicht aus“, informierte Baier die Ausschussmitglieder.

Budget reicht nicht aus

Eigentlich waren die Vorbereitung für eine Erweiterung des FTZ im Doppelhaushalt des Kreises für 2015/16 festgeschrieben. Doch zu einer Realisierung kommt es vorläufig nicht. „Die zunächst geplanten 1,2 Millionen Euro reichen nicht für das, was gewollt war“, sagte Fachbereichsleiterin Reußner. Das Geld wird nun dafür verwendet, um zusätzliche Stellflächen und Lagerkapazitäten für den kreislichen Brand- und Katastrophenschutz auf dem FTZ-Gelände zu schaffen.

Eine dauerhafte Kapazitätserweiterung des Ausbildungszentrums soll dagegen in eine andere Baumaßnahme eingebunden werden. Nämlich in die mögliche Errichtung eines Verwaltungsneubaus auf einem vom Landkreis erworbenen Nachbargrundstück. Hintergrund: Im Zuge einer anstehenden Funktionalreform erwartet der Landkreis die Übertragung von Aufgaben, die bisher auf Landesebene angesiedelt waren. „Das bedeutet Arbeit für 150 bis 200 Leute, die irgendwo untergebracht werden müssen. Mit diesem Neubau könnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, sagte Vize-Landrat Christian Stein (CDU) der MAZ auf Nachfrage. Einen konkreten Zeitplan gibt es jedoch noch nicht.

Ausbau bis 2025

Laut Kreistagsbeschluss soll das FTZ bis zum Jahr 2025 zu einem Krisen- und Kompetenzzentrum für die Gefahrenabwehr ertüchtigt werden. In der Einrichtung des Landkreises lernen jedes Jahr weit über 1000 Feuerwehrleute, wie man Brände bekämpft, Funkgeräte bedient, Atemschutzgeräte anlegt und technische Hilfeleistungen bewältigt. Im FTZ sorgen sieben Gerätewarte und ein Teamleiter für die zentrale Wartung von Pumpen, Schläuchen und Atemschutztechnik. Im Katastrophenfall kommt dem Areal an der Straße nach Fichtenwalde mit dem markanten Schlauchturm als Wahrzeichen eine besondere Bedeutung zu. In seinen Räumen kann sich Landrat Wolfgang Blasig samt Verwaltungsstab einquartieren, um Einsatzkräfte bei Großschadenslagen zu führen. Außerdem kann das FTZ bis zu 40 von Unglücken betroffene Menschen aufnehmen.

Von Frank Bürstenbinder

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