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Brandenburg/Havel Jens Schreinicke bleibt Mittelmarks Bauernführer
Lokales Brandenburg/Havel Jens Schreinicke bleibt Mittelmarks Bauernführer
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02:54 22.02.2018
Jens Schreinicke (l.) bleibt die nächsten vier Jahre Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Potsdam-Mittelmark. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Mittelmark

Die Mitglieder des Kreisbauernverbandes Potsdam-Mittelmark (KBV) setzen auf personelle Kontinuität. So bleibt Jens Schreinicke aus Stücken bei Michendorf an der Spitze der berufsständischen Interessenvertretung. Der private Landwirt ging am Montag aus der Vorstandswahl erneut als Vorsitzender hervor.

Mathias Busse aus Rogäsen und Gerald Herzog aus Rädigke wurden erneut zu seinen Stellvertretern gewählt. Der 15 Personen umfassende Vorstand bleibt nach einer Satzungsänderung künftig vier statt drei Jahre im Amt.

Der KBV ist Sprachrohr für rund 370 Einzelpersonen und über 200 landwirtschaftliche Unternehmen verschiedener Eigentumsformen, die zusammen rund 70 000 Hektar bewirtschaften. Das entspricht 65 Prozent der Landwirtschaftsfläche in Potsdam-Mittelmark. Schreinicke führt den organisierten Berufsstand durch eine bewegte Zeit.

Die Milcherzeugerpreise sinken schon wieder. Und zwar kräftiger, als noch vor wenigen Tagen befürchtet. Angesichts der angespannten Erlöslage befürchtet Schreinicke, dass weitere Betriebe im Landkreis die Milchproduktion einstellen.

Jens Schreinicke ehrt die ehemaligen Vorstandsmitglieder Mathias Nadler (Mitte) aus Golzow und Andreas Berger aus Petzow. Quelle: Frank Bürstenbinder

Wie ein roter Faden durch die Jahresmitgliederversammlung mit über 100 Gästen in der Heimvolkshochschule am Seddiner See zog sich die kritische Haltung der Bauern zur ungehinderten Vermehrung des Wolfes. Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) sieht keine einfache Lösung.

Er verwies auf den hohen Schutzstatus im Bundesnaturschutzgesetz, forderte aber eine Beteiligung des Bundes am Schadensausgleich für von Wolfsrissen betroffene Weidetierhalter. Landwirt Ernst Ruden aus Fahrland entgegnete: „Wir sind 100 Jahre ohne Wolf ausgekommen. Steckt das Geld lieber in Schulen und Kitas, statt in Wolfsbeauftragte und Monitoring.“ Schreinicke forderte die Aufnahme der Wölfe in das Jagdgesetz.

Jens Schreinicke (l.) im Gespräch mit Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg. Quelle: Frank Bürstenbinder

Für Frustpotenzial sorgen Bürokratie und neue Vorschriften. Landwirt Thomas Syring wartet seit zwei Jahren auf die Genehmigung durch die untere Wasserbehörde für zwei Brunnen, um die Produktion von Kürbissen und Spargel steigern zu können. „Unsere regionale Ware ist gefragt. Aber ohne Wasser keine Erträge. Wir kommen mit dem Landkreis zu keiner Lösung“, beklagte sich Syring.

Ähnlich hart ins Gericht mit dem Kreis ging Timo Wessels aus Damsdorf. Der Bauer wartet seit eineinhalb Jahren auf eine Genehmigung zum Aufbau eines Gärrestlagers, um den Anforderungen der neuen Düngeverordnung nachzukommen. Diese hat größere Lagerkapazitäten zur Folge. „Landrat Blasig hat die Verwaltung nicht im Griff“, meinte Wessels verbittert.

Mit Sorge schauen die Bauern auf die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Bei Kaliningrad und südlich von Warschau gibt es neue Fälle. „Das Friedrich-Löffler-Institut für Tiergesundheit hat die Warnstufe für Deutschland jetzt auf ’Hoch’ gesetzt“, teilte Kreistierarzt Hans-Georg Hurttig mit.

Von Frank Bürstenbinder

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