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Premium-Oskar für Vater und Sohn Tiemann

Edler Preis für Brandenburger Firma Premium-Oskar für Vater und Sohn Tiemann

„Wir küren die Besten!“ So kündigt die Oskar-Patzelt-Stiftung die Preisverleihung und den Bundesball am 7. November 2015 in Berlin an. Zu den Allerbesten gehören Klaus-Peter und Stefan Tiemann mit ihrem Unternehmen RFT. Wie die MAZ erfuhr, sind die Brandenburger in die deutsche Top-Liga des Mittelstandes aufgerückt und erhalten die seltene Premium-Auszeichnung der Stiftung.

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Vor vier Jahren gab es den ersten Oskar für Klaus-Peter und Stefan Tiemann.

Quelle: Boris Loeffert

Brandenburg. „Wir küren die Besten!“ So kündigt die Oskar-Patzelt-Stiftung den „Höhepunkt im Wirtschaftsleben“, die Preisverleihung und den Bundesball am 7. November 2015 im Maritim Hotel Berlin an. Zu den Allerbesten gehören Klaus-Peter und Stefan Tiemann mit ihrem Unternehmen RFT. Wie die MAZ erfuhr, sind die Brandenburger in die deutsche Top-Liga des Mittelstandes aufgerückt und erhalten an dem Abend die seltene Premium-Auszeichnung der Stiftung.

Die Jury der Oskar-Patzelt-Stiftung wird, wenn es nicht mit dem Teufel zugeht, das Tiemann-Unternehmen RFT für seine eindrucksvollste Weiterentwicklung mit de Titel „Premier“ ehren. Diesen Titel erhalten die besten Preisträger der Vorjahre. Im September 2011 hatte RFT den großen Preis des Mittelstandes erhalten und war dadurch in die Liga der normal hochdekorierten Preisträger aufgerückt. Mindestens zwei Jahre lang müssen Unternehmen danach warten, ehe sie bei hervorragender Eignung ihren Mittelstands-Oskar veredeln können.

Offiziell ist die Würdigung bis Samstagabend noch nicht und der RFT-Chef hütet sich daher auch, die anstehende Ehrung und die Preisübergabe in Form des aus Porzellan gefertigten Oskars zu bestätigen. Doch Zweifel daran gibt es nach MAZ-Informationen nicht, wenn Vater und Sohn Tiemann am Sonnabend mit dem dritten Familienmitglied, Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann, zum Bundesball nach Berlin fahren und mit rund 500 zahlenden Gästen feiern.

Würdigung einer Teamarbeit

Viele Firmen in Deutschland streben die Auszeichnung Jahr für Jahr an, die das Medienunternehmen RFT nun sogar in der Premium-Variante erfährt. Klaus-Peter Tiemann ist bekannt dafür, dass er einen solchen Preis nicht allein als Würdigung seiner unternehmerischen Leistung versteht, sondern als Ergebnis der Teamarbeit im Unternehmen.

RFT ist in seiner Nachwendegeschichte bekannt dafür, dass wesentliche Richtungsentscheidungen in einem kleinen Kreis vorbereitet werden, zu dem seit rund fünf Jahren maßgeblich auch der Sohn Stefan Tiemann gehört sowie Maik Heile, Michael Wollenhaupt und Prokurist Frank Grüttner.

Maßgeblich für den neuerlichen Erfolg des Unternehmens mit seinen 135 Beschäftigten dürften außer den positiven Wirtschaftsdaten und den sicheren Arbeits- und kontinuierlichen Ausbildungspreisen vor allem die anhaltende Innovationskraft der Firmenleitung sein. Wer sich mit Klaus-Peter Tiemann (70) unterhält, spürt bei ihm die nie nachlassende Begeisterung für Technik und Physik. Sie ist verbunden mit dem Anspruch, immer auf dem technisch neuesten Stand zu sein und mehrere Schritte im Voraus zu denken.

Frühe Konzentration auf die Glasfasertechnik

Der langjährige RFT-Chef wäre gewiss nicht beleidigt, wenn er als Mister Glasfaser bezeichnet würde. Schon seit dem Jahr 2000 setzt die Brandenburger Firma auf diese nachhaltige Technik, seit 2008 sogar ausschließlich.

Wenn Politik und Großunternehmen wie die Telekom auf die preiswertere Kupferzweidrahtleitungen setzen, rümpft der promovierte Ingenieur die Nase, der inzwischen rund 90 000 Haushalte in mehr als zwanzig Städten und Gemeinden verkabelt hat. Denn er arbeitet nach der Maxime, dass sich der Breitbandbedarf alle zwei Jahre verdoppelt

Größte Stütze des Seniorchefs ist Sohn und Firmeninhaber Stefan, der die technische Kompetenz seines Vaters mit seinem Marketing-Geschick ergänzt. „Wo früher großer Druck war, herrscht innere Ruhe, seit Stefan mit im Unternehmen ist“, hat Klaus-Peter Tiemann einmal gesagt.

Das Versprechen an die Treuhand

Der Firmenname RFT ist eng mit Klaus-Peter Tiemann (70) verbunden. Ende 1994 übernahm er den Betrieb von der Treuhand, nachdem die RFT samt Brandenburger Breitbandkabelnetz zuvor an unseriöse Westfirmen verhökert worden war und der Verkauf rückabgewickelt wurde.

Klaus-Peter Tiemann hatte zuvor viele Jahre im RFT-Kombinat gearbeitet und erkannte früh: „Die Marke RFT hatte einen guten Klang in den Ohren der Ostdeutschen.”

40 Mitarbeiter, so versprach er der Treuhand, wolle er dauerhaft beschäftigen und begann, seinen Firmenverbund aufzubauen. Inzwischen sind dort 135 Menschen beschäftigt. Etwa zehn Prozent sind Auszubildende.

Etwa zwei Millionen Euro investiert RFT alljährlich in neue Technik.

 

Von Jürgen Lauterbach

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