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Modellbahntage: Mit Volldampf ins Jubiläum

Brandenburg an der Havel Modellbahntage: Mit Volldampf ins Jubiläum

In vollen Zügen kann man momentan die Ausstellung „Modellbahntage in Brandenburg an der Havel“ in der St. Johanniskirche genießen. Vier Aussteller aus der Stadt und Umgebung präsentieren bis zum kommenden Sonntag auf rund 400 Quadratmetern mehrere Anlagen verschiedener Spurweiten. Am Donnerstag wurde die 20. Ausstellung eröffnet.

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Fachsimpelei über der Mini-Welt: die Modellbahnausstellung in der Johanniskirche.

Quelle: Tobias Wagner

Brandenburg/H. In vollen Zügen kann man momentan die Ausstellung „Modellbahntage in Brandenburg an der Havel“ in der St. Johanniskirche genießen. Vier Aussteller aus der Stadt und Umgebung präsentieren bis zum kommenden Sonntag auf rund 400 Quadratmetern mehrere Anlagen verschiedener Spurweiten. Von der Heim- bis hin zur großen Vereinsanlage gibt es hier viel zu bestaunen. Auch eine Spielbahn für Kinder können die Besucher erleben. Am Donnerstag wurde die 20. Ausstellung von Henry Drescher, Vorsitzender Modellbahn-Freunde Brandenburg, und Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) eröffnet.

Die erste Ausstellung hatte 1997 im Großen Saal des Altstädtischen Rathauses stattgefunden. Seitdem kamen immer mehr Anlagen dazu. g die Zahl der Aussteller stetig an. Um diesen genügend Platz zu bieten, zog man in die Fachhochschule, dann in die Kunsthalle Brennabor. Nun ist man zum zweiten Mal in der St. Johanniskirche.

„Ziel ist es, die Entwicklung des Modellbahnbaus voranzutreiben“, sagt Drescher. „Um dies zu erreichen legen wir auf die Wünsche unserer Besucher viel Wert.“

Eine Premiere feiern die Modellbahnfreunde aus Magdeburg und die „Z-Freunde“ aus Springe in Niedersachsen. Traditionell vertreten ist auch ein Markt, bei dem jeder Modelleisenbahner die Möglichkeit hat, das ein oder andere Schnäppchen zu erstehen.

Denn Modelleisenbahnbau ist kein preiswertes Hobby: „Der Preisanstieg ist mittlerweile enorm“, sagt Roswitha Fischer (59) von den Brandenburger Modellbahn-Freunden. Ihre eigene Modellbauanlage habe einen hohen Wert. Auf inzwischen 20000 Euro schätzt Fischer den Betrag. „Es macht Spaß, herumzubasteln und Landschaften zu erschaffen“, sagt sie. Dafür trifft sie sich Abends für ein paar Stunden mit ihrem Mann auf dem Dachboden. „Er verbringt allerdings viel weniger Zeit an der Modellanlage als ich“, schmunzelt Fischer.

Auch für Klaus Lober (65), der mit den Modellbahnfreunden aus Berlin angereist ist, stellt das Basteln einen besonderen Reiz dar. „Es hilft mir, abzuschalten und den Alltag zu vergessen.“ Mit 14 Jahren bekam er seine erste Modelleisenbahn, im Verein ist er seit 2005. „Der Verein besteht aus ehemaligen Berliner Busfahrern, die per Zufall herausbekommen haben, dass sie das selbe Hobby eint“, sagt Lober. Er kritisiert die hohen Anschaffungspreise: „Mittlerweile brauchen Kinder, die sich für den Modellbahnbau interessieren, drei Omas, um sich eine Bahn leisten zu können“. Wer also erst einmal preisgünstig in die Welt des Modellbaus hineinschnuppern will, schaut sich die Ausstellung in der Johanniskirche an.

Die Modellbahnausstellung läuft am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Johanniskirche.

Von Tobias Wagner

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