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Pompöse Modenschau lockt in die Werft

Jubiläumskollektion von Katrin Bendick Pompöse Modenschau lockt in die Werft

Die Brandenburger Modedesignerin Katrin Bendick präsentierte in der Werft, einem Restaurant an der Brandenburger Havel, ihre Jubiläumskollektion zum 15. Jahrestag der Gründung. Die Abendveranstaltung mit Scheinwerfern, Lichtinstallation und Musik erinnert etwas an die großen Modenschauen von Paris, London oder Mailand.

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Katrin Bendick präsentierte auf dem Laufsteg ihre Jubiläumskollektion

Quelle: V. Maloszyk

Brandenburg/H. Auf einem Hinterhof in der Gutenbergstraße habe sie einmal angefangen, berichtet die Modedesignerin Katrin Bendick dem erwartungsvollen Publikum am Sonnabend in der Werft. Sie erinnert auch an den Laden im Fontaneklub, den sie vor neun Jahren gegen ihr jetziges Domizil, die Domlinden 13 mit Ateliergarten austauschte.

Ein bis zwei mal im Jahr findet ihre Modenschau statt. Doch die Abendveranstaltung in der Werft mit Scheinwerfern, Lichtinstallation von Künstler Thomas Bartel und Musik von DJ Sören Stanchera zum 15. Jahrestag der Gründung ist eine Premiere und erinnert schon etwas an die großen Modenschauen von Paris, London oder Mailand.

In der ehemaligen Wiemann-Werft in der einst Schiffe gebaut wurden, zieren an diesem Abend Rosenblätter den beleuchteten Laufsteg. Das Modethema lautet Klarheit, erläutert die Brandenburger Designerin, die jedes Stück ganz allein per Hand fertigt.

Blau, Weiß, erdiges Braun und etwas Pastelliges sei zu erwarten. Alles Einzelstücke, die auch maßgefertigt werden können aus reinen Naturmaterialien, nicht nur recycle-sondern auch kompostierbar. Daran will man aber noch gar nicht denken, die Mode will erst einmal präsentiert und vor allem getragen werden.

Die beiden männlichen Models machen den Anfang und verteilen charmant Tulpen an die Gäste. Sie tragen Hemden in erdigen Naturfarben.

Zwölf Models im unterschiedlichsten Alter beeindrucken durch ihre Natürlichkeit, die oft sehr professionell wirkt. Nur die Rosenblätter am Boden entpuppen sich als eine rutschige Herausforderung, die jedoch alle mit Bravour meistern.

Was die rund 70 Gäste an Kreativität und Raffinesse zu sehen bekommen, beeindruckt sehr. Kleider in schlichter, weißer Eleganz und transparente weit geschnittene Blusen betonen luftig durchsichtig die Weiblichkeit. Knielange Röcke mit taillierten Blusen und Jacken aus faszinierenden Stoffen, die man unbedingt anfassen möchte, wechseln sich mit mutigen Hosenideen ab, die ein Stück Orient nach Brandenburg holen.

In den Zuschauerreihen wird gefachsimpelt, gestaunt, geklatscht. Die kleinen liebevollen Details und Ideen machen die Mode so besonders. Sei es die mit chinesischer Batik selbst bedruckte Seide oder der eigen bemalte Keileinsatz, der aus dem Hosenbein hervorschaut.

Ein „Oh“ und „Wow“ raunt durch die Reihen als ein weichfließender glänzend schimmernder Overall aus schwerer dunkelblauer Viskose im Licht schimmert und wie fließendes Wasser das Model umhüllt. Schade, dass nach einer halben Stunde die Schau vorbei ist.

Anfassen, anprobieren, kaufen, so lädt Katrin Bendick das Publikum nach der Modenschau ein. „Ich mache gleich Nägel mit Köpfen“, sagt eine Dame und hält ein Kleid mit Punkten und Streifen fest in der Hand, derweil zwischen dichtem Gedränge an den Kleiderstangen angefasst, anprobiert und sofort gekauft wird.

Von Ina Schidlowski

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