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Brandenburg/Havel Momper: Menschen sollen sich mehr freuen
Lokales Brandenburg/Havel Momper: Menschen sollen sich mehr freuen
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00:25 07.10.2015
Walter Momper und Ehefrau Anne stärken sich bei Ute Krüger vom Mötzower Vielfruchthof mit Kaffee und Kuchen. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

Auf der Buga, am Biertisch, beim Pilze putzen, im Garten oder ein letztes Mal auf dem Wasser – unbeschwert begingen die Havelstädter ein traumhaftes Feiertagswochenende. Das Wetter meinte es auch gut mit dem offiziellen Brandenburg und der Festveranstaltung zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit. Die warmen Strahlen der Oktobersonne vergoldeten die Kaffeetafel auf dem Burghof des Doms, gegen dessen 850-jährigen Bestehen sich die Zeitspanne der Wiedervereinigung vergleichsweise bescheiden ausnimmt.

Keine Alternative zur zügigen Einheit

Unter den vielen Gästen, die der Einladung des Rotary Clubs und der Stadt Brandenburg gefolgt waren, stach ein Mann hervor, den die politische Wende in der DDR für ein paar Monate zum Weltpolitiker machte – Walter Momper (70). Als die Mauer fiel, regierte er Westberlin. Er war der Mann mit dem roten Schal, der den Strudel der Grenzöffnung mit dem legendären Satz kommentierte: „Berlin, nun freue dich!“

Die Domgemeinschaft war Gastgeber für die Festveranstaltung zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit. Quelle: Volkmar Maloszyk

Eine gut gemeinte, aber damals wohl überflüssige Aufforderung, die Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister bei seiner Festansprache im voll besetzten Brandenburger Dom erneut aufgriff. Es gebe derzeit viel Jammerei, dabei hätten die Deutschen allen Grund sich zu freuen, so Momper. Kein anderes Land habe den Transformationsprozess nach dem Zusammenbruch des Sozialismus besser bewältigt als das wiedervereinigte Deutschland. Momper ging auf Fehler und Versäumnisse ein, dennoch habe es zur zügigen Einheit keine Alternative gegeben. Politik dürfe sich nun mal nicht allein von ökonomischen Gesichtspunkten leiten lassen, so der Redner.

Tiemann sieht Buga als Erfolg

Vor Momper sagte Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann in ihrem Grußwort: „Niemand will die Zeit der Teilung zurück.“ Angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme bekräftigte das Stadtoberhaupt alles zu tun, damit die Ankömmlinge frei und sicher in Brandenburg leben können. Tiemann nutzte die Einheitsfeier, um die in wenigen Tagen zu Ende gehende Bundesgartenschau als Erfolg zu werten. Sie sei von der nachhaltigen Wirkung der Buga für die Havelregion überzeugt. Diese habe an Bekanntheitsgrad und Anziehungskraft gewonnen.

Flüchtlinge willkommen

Auch andere Redner griffen auf dem von den Brandenburger Symphonikern begleiteten Festakt die Flüchtlingsproblematik auf. Dompfarrer Detlef Lippold erteilte Ausländerfeindlichkeit eine deutliche Abfuhr: „Nicht die Flüchtlinge gefährden unsere Werte und unsere Gesellschaft, sondern diejenigen, die verbal oder mit eigenen Händen zündeln.“ Brandenburgs Rotary-Präsident Andreas Kochmann erinnerte an die schwere Nachkriegszeit, als zwölf Millionen Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten eine neue Heimat brauchten. „Heute leben wir in einem wirtschaftlich starken Deutschland, wo es an nichts mangelt. Deshalb können wir die neuen Herausforderungen mit Optimismus angehen“, so Kochmann.

Von Frank Bürstenbinder

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