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Brandenburg/Havel Die Buga in der Havelregion wird saftig
Lokales Brandenburg/Havel Die Buga in der Havelregion wird saftig
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17:07 25.06.2014
Kai Braß (l.) freut sich: Seine Mosterei produziert rund 20 000 Liter Buga-Saft. Quelle: F. Bürstenbinder
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Brandenburg an der Havel

Das gab es noch nie auf einer Bundesgartenschau: 30 Tonnen Obst aus dem Havelland werden für das kommende Jahr zu Buga-Saft gepresst. Das macht etwa 20 000 Liter, abgefüllt in 80 000 Flaschen zu je 0,275 Liter. Die Herstellung des regionalen Durstlöschers erfolgt in der Mosterei Ketzür von Kai Braß. Der Inhaber unterzeichnete am Mittwoch einen Exklusiv-Vertrag mit dem Buga-Zweckverband. Mit dem Papier erhalten die beiden gastronomischen Ausrichter der Buga 2015 die Auflage, nur Obsttrunk der Marke Buga-Saft zu verkaufen.

Für Braß, der 2006 mit dem Aufbau seiner Mosterei begann, ist die Buga in der Havelregion damit schon heute ein großer Marketingerfolg. „Andererseits werden wir unserem Anspruch gerecht, für eine möglichst breite Palette regionaler Produkte zu sorgen“, sagte Erhard Skupch, Geschäftsführer des Buga-Zweckverbandes der MAZ. Die Ketzürer Mosterei ist der einzige Verarbeitungsbetrieb seiner Art in der Buga-Region zwischen Brandenburg und Havelberg. Zu Saft gepresst werden vor allem Äpfel. Aber auch Birnen, Quitten oder Holunder sollen für Erfrischung sorgen. Die Produktion des Buga-Saftes setzt die Beschaffung ausreichender Obstmengen neben dem normalen Mostereigeschäft voraus.

Für die Ernte von Nachschub ist Mosterei-Inhaber Braß deshalb eine enge Kooperation mit den Machern der Internetplattform mundraub org. eingegangen. Deren Community will Obst von bisher ungenutzten, herrenlosen und in Vergessenheit geratenen Apfel- und Birnenbäumen ernten und nach Ketzür liefern. Mundraub-Erfinder Kai Gildhorn organisiert Erntecamps, an denen sich ganze Familien beteiligen können. „Damit wollen wir die Buga-Gäste darauf aufmerksam machen, dass sie sich in einer alten Kulturlandschaft befinden, in der viele Obstbäume mit wunderschönen Früchten wachsen“, so Gildhorn. Mundraub org. wird sich vor allem auf Bäume an Straßen, in der Feldmark und auf Streuobstwiesen konzentrieren.

Mosterei-Betreiber Braß legt Wert darauf, dass die Rohstoffe für den Buga-Saft, wie auch für seine anderen Produkte, nicht von gespritzten Plantagen stammen. Mitmachen können Besitzer von Hausgärten und Kleingärtner aus der Region. Größere Mengen Äpfel werden vom Mosterei-Team geerntet und abgeholt. Der Aufkaufpreis beträgt 25 Cent je Kilo Äpfel. Es kann auch Fallobst in guter Qualität geliefert werden. „Gerade die alten Mostsorten geben dem Buga-Saft einen herrlichen Geschmack“, verspricht Braß.
Kontakt: www.mundraub.org oder www.toepferei-mosterei-ketzuer.de

Von Frank Bürstenbinder

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