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Brandenburg/Havel Museum soll ins Denkmal
Lokales Brandenburg/Havel Museum soll ins Denkmal
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02:15 14.05.2017
Museum im Denkmal: Neues Leben im alten Stadtbad. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Museum, Depot und Kunsthalle sollen in wenigen Jahren im alten Stadtbad inmitten des Bauhaus-Ensembles Wohlfahrtsforum präsentiert werden. Das wird die Auswahlkommission im Ergebnis des Interessenbekundungsverfahrens des Stadtverordneten empfehlen – sie sollen die Verwaltung ermächtigen, einen entsprechenden Mietvertrag mit dem Stadtbad-Investor Florian Grotmann abzuschließen, wahrscheinlich mit einer Laufzeit von 30 Jahren.

Am Donnerstag tagte die Jury, die unter zwei Entwürfen zu entscheiden hatte: Neben Grotmann mit seinem Stadtbad hatte sich der Immobilienentwickler Bernd Jansen mit dem fast benachbarten alten Straßenbahndepot beworben. Die Ausschreibungsbedingungen waren sehr konkret formuliert – von der Gesamtfläche mit 5900 Quadratmetern bis zum letzten einzelnen Raum von etwa 30 Quadratmetern. Das habe ein spezialisiertes Schweizer Büro im Auftrag der Stadt so detailliert aufgeschlüsselt, als an das Auswahlverfahren noch gar nicht zu denken war, sagt der städtische Kulturmanager Tim Freudenberg. Damals sollte nur ein Raumbedarf ermittelt werden, nachdem klar geworden war, dass der Standort Ritterstraße nicht zu retten wäre. Selbst nach einem Sanieren hätte es immer noch an Platz gefehlt.

Beide Bewerber hätten jeweils sehr gute Konzepte unabhängig voneinander in der nichtöffentlichen Sitzung präsentiert, ist aus der Runde zu hören. Beide hatten sich beispielsweise auch intensive Gedanken um die künftigen Nebenkosten während des Betriebes gemacht – so wollte Jansen das Depotdach komplett mit Solarpaneelen ausstatten, Grotmann warb mit einem eigenen Blockheizkraftwerk, welches sein Wohnbauprojekt Schillerquartier und das Stadtbad mit Strom sowie Wärme/Kälte versorgt.

Die Entscheidung zugunsten des siegreichen Bewerbers sei nicht einstimmig, aber dennoch mit großer Mehrheit gefallen, die Kommission will noch ein zweites Mal zusammentreten, bevor sie ihre endgültige Entscheidung abgibt. Bis dahin soll Grotmann Aussagen konkretisieren und Detailfragen beantworten. Das ist eine durchaus übliche Verfahrensweise. Ostmals bekommen die Bewerber nur einen bestimmten Zeitrahmen für ihre Präsentation zur Verfügung gestellt, da ist es unmöglich, alle Fragen zu beantworten.

Für das Bauhaus-Denkmal mit hoher nationaler Bedeutung ist das Nutzen als Museum und als Kunsthalle nach Meinung vieler Experten allemal angemessen. „Damit könnten wir uns als regionales Museum und nicht als Heimatmuseum etablieren“, sagte Freudenberg bereits vor Wochen.

Von André Wirsing

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