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Musikalische Erziehung beginnt in der Kita

Brandenburg an der Havel Musikalische Erziehung beginnt in der Kita

Schüler des Domgymnasiums in Brandenburg an der Havel luden Vertretern kultureller Institutionen zum Thema Perspektiven im musikalischen Bereich ein – unter ihnen die 17-Jährige Belana Engler, deren Traum es ist, Musiklehrerin zu werden. Dem Leiter der Städtischen Musikschule ist es wichtig, dass musikalische Erziehung schon in der Kita beginnt.

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Die Musikbegeisterte Belana Engler.

Quelle: Melanie Höhn

Brandenburg/H. Belana Engler lebt für die Musik. Die 17-jährige Schülerin am Evangelischen Gymnasiums am Dom zu Brandenburg möchte deshalb einmal Musiklehrerin werden. Seit der dritten Klasse erlernt sie Keyboard und Klavier, ist Teil des Posaunenchores in Premnitz und spielt auch an der dortigen Musikschule Klavier. In ihrer Freizeit übt sie an der Gitarre. „Ich freue mich auf das Zusammenarbeiten mit Kindern und möchte mit ihnen neue Welten entdecken“, sagt sie.

Zusammen mit etwa 20 Schülern und Vertretern kultureller Institutionen diskutierte sie am Montagnachmittag über die Rolle von Musik in der Havelstadt. Unter ihnen war auch der Leiter der Städtischen Musikschule in Brandenburg an der Havel, Bernd Heese. Er freut sich über die seit Jahren konstanten Schülerzahlen, jedoch sei die Nachfrage nach Unterricht im Blechbläser-Bereich gering. Deshalb will er schon bei den Kleinsten anfangen und ihnen diese Instrumente näherbringen.

„Wir müssen die Kinder bereits in der Kita musikalisch abholen“, sagt er – eine Mitarbeiterin seiner Musikschule betreut etwa 13 Kita-Gruppen pro Woche. „Das Interesse an diesem Angebot ist groß“, sagt er. Insgesamt gebe es einen Mangel an musikalisch ausgebildeten Kitaerziehern, doch musikalische Früherziehung müsse sehr früh beginnen, auch in den Familien. In den Grundschulen ist er ebenfalls sehr aktiv und bietet Kooperationen zu Schulfesten an. Für ihn ist es eine „mittlere Katastrophe“, wie er sagt, dass das Fach Musik in der Schule inzwischen abgewählt werden kann.

„Musikalische Bildung fördert die gesamte Persönlichkeit: Konzentration, Ausdauer und die Fähigkeit, mit anderen zu kommunizieren und zu musizieren“, sagt er. Auch die Fähigkeit des Einzelnen, sich selbst etwas beizubringen, habe etwas mit Kreativität zutun.

Dieser Ansicht ist auch Markus Angelstein, Leiter der Freien Musikschule in der Havelstadt: „Musik ist eine der elementarsten Dinge. Für die Grundlagen im Kita-Bereich braucht man die besten Leute, die man auch am besten bezahlt.“

Wer eine professionelle musikalische Karriere anstrebt, wird von den Musikschulen an die Hand genommen. Großes Interesse hatten die Schüler am Werdegang des Kulturmanagers Tim Freudenberg, des Domkantors Marcell Fladerer-Armbrecht sowie der Direktorin des Brandenburger Orchesters Victoria Tafferner. „Auf eine Stelle im Orchester bekommen wir bis zu 200 Bewerbungen“, erzählt sie.

Sie studierte Orchestermusik in Freiburg und spielt Horn. „Ich möchte das Profil des Orchesters als eines von dreien im Land Brandenburg schärfen und modern nach vorne ausrichten“, sagt Tafferner. Der Domkantor Marcell Fladerer Armbrecht sieht seinen Beruf nicht nur musikalisch: „Ich bin gleichzeitig Kulturmanager und Pädagoge.“

Der 16-Jährige Franz Dalitz möchte ebenfalls Pädagoge werden, allerdings am Gymnasium im Fach Musik. Mit seiner Band, die noch keinen Namen hat, übt er sich derzeit im Doom Metal. Instrumentenhändler Stephan Horn vom Brennabor Store wünscht sich für ihn, dass die Stadt mehr Auftrittsmöglichkeiten schafft.

Von Melanie Höhn

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