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Brandenburg/Havel Musikalische Reise durch Europa im Dom
Lokales Brandenburg/Havel Musikalische Reise durch Europa im Dom
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15:12 16.06.2016
Chorkonzert im Brandenburger Dom. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

So viel Loben und Preisen erlebt man selbst im Brandenburger Dom selten. Am Mittwochabend konzertierten gleich zwei lokale Chöre und entführten die etwa 150 Zuhörer zu einer musikalischen Reise durch Süd- und Nordeuropa. Den Anfang machten die Brandenburger Vokalconcertisten mit Carl Nielsens „Dominus regit me“ (der Herr ist mein Hirte). Wer den dänischen Komponisten von seinen reichhaltigen und teilweise unkonventionellen Sinfonien her kennt, erlebte eine Überraschung. Klar, einfach und schnörkellos, aber anrührend und wunderschön erklang dieses geistliche Lied. Ein gelungener Auftakt für ein ungewöhnliches Konzert.

Vom hohen Norden geht es nach Italien zu Giovanni da Palestrina (gestorben 1594) und seinem Werk Missa Papae Marcelli. Das Meisterwerk der polyphonen Musik hat das Ensemble Cantus Solemnis dargeboten, das bei diesem Konzert seinen ersten öffentlichen Auftritt absolvierte. Man musiziere seit zwei Jahren zusammen, erzählt Angela Brandigi, probe allerdings nur sporadisch. Dem sechsköpfigen Ensemble gehören nur zwei Sängerinnen an, die zusätzlich etwas Unterstützung durchaus gebrauchen könnten.

Der Chorgesang wurde immer wieder abgelöst durch reizvolle, kammermusikalische Zwischenspiele, wie beispielsweise die Sonate für Fagott solo und basso continuo von Georg P. Telemann (1681-1767). Solist war Hanno Koloska. Er ließ sein behäbiges Instrument scheinbar leichtfüßig tanzen. Am Cembalo begleitet hat ihn Domkantor Marcell Fladerer-Armbrecht. Fagott und Cembalo – eine ebenso ungewöhnliche wie reizvolle Kombination. Zuvor hatten schon die Geigerin Angela Brandigi, die Flötistin Ute Wolff sowie Hanno Koloska am Fagott mit dem „Canzon prima“ von Girolamo Frescobaldi (1583-1643) begeistert, ebenfalls begleitet vom Domkantor am Cembalo.

Wenn die Flöte jubiliert und das Fagott beschwingt nebenher tänzelt, dann kann eigentlich nur Vivaldi (1678-1741) auf dem Programm stehen. Seine Sonate in a-Moll, RV 86, war ein besonderer Hörgenuss.

I Himmelen (im Himmelreich) heißt die letzte Komposition von Edvard Grieg (1843-1907). Die Brandenburger Vokalconcertisten haben das klangvolle, mehrstimmige Werk beeindruckend dargeboten. Besonderen Glanz erhält die Komposition durch einen Vorsänger. Diese Aufgabe hat Marcell Fladerer Armbrecht übernommen, der die Zuhörer mit einer strahlenden Tenorstimme überraschte.

„I will praise thee, o Lord“ - der Norwegische Organist und Komponist Knut Nystedt (1915-2015) wurde vor allem durch seine Chorwerke bekannt. Seine Hauptwerke basieren hauptsächlich auf Texten aus der Bibel oder sakralen Themen. Alte Kirchenmusik, insbesondere Palestrina und der Gregorianische Choral, haben seine Kompositionen besonders beeinflusst.

Mit „Alleluja“ des schwedischen Komponisten Fredrik Sixten (geboren 1962) endete das stimmungsvolle Konzert. Ob die Lobgesänge wirklich Gottes Ohr im Himmel erreicht haben, bleibt ungewiss. Zumindest Petrus schien erfreut. Herrschte zu Beginn des Konzerts noch graues Regenwetter, so kam die Sonne heraus und ließ das frisch renovierte Kirchenschiff des Domes in all seiner Pracht erstrahlen.

Von Ann Brünink

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