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Musikvielfalt in altehrwürdigen Mauern

Kloster Lehnin Musikvielfalt in altehrwürdigen Mauern

Die 41. Lehniner Sommermusiken neigen sich mit dem Abschlusskonzert des Brandenburger Motettenchors am Samstag nach knapp drei Monaten dem Ende zu. Mit den bisher zehn Konzerten und dem Sonderkonzert im Juni haben die Organisatoren gut 1600 Besucher erreicht. 300 Künstler werden bis zum diesjährigen Ende der Konzertreihe aufgetreten sein.

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Der Brandenburger Motettenchor tritt am 10. September in der Lehniner Klosterkirche auf.

Quelle: Privat

Lehnin. Die 41. Lehniner Sommermusiken neigen sich mit dem Abschlusskonzert des Brandenburger Motettenchors am Samstag nach knapp drei Monaten dem Ende zu. Mit den bisher zehn Konzerten und dem Sonderkonzert im Juni haben die Organisatoren gut 1600 Besucher erreicht. 300 Künstler werden bis zum diesjährigen Ende der Konzertreihe aufgetreten sein.

Nach Angaben von Kreiskantor Gerhard Oppelt, der zugleich Kantor der Lehniner Sankt-Marien-Klosterkirchengemeinde ist, soll indes die Ausstrahlungskraft der Sommermusiken über die nahe Region hinaus im kommenden Jahr bis Berlin gesteigert werden: „Was bewährt ist, werden wir vertiefen, aber die öffentliche Wirkung ausbauen.“ Das sei Neuland, „aber die große Energie, die in die Sommermusiken investiert wird, könnte mehr Effekt nach außen hin haben“, sagte Oppelt. Ein großes Chorkonzert mit 80 Sängern könnte auch 400 Besucher anlocken. „Wenn wir dann im nächsten Jahr 2000 oder 2200 Besucher zählen, wäre das auch für die Künstler schön, auch emotional. Da haben wir als Veranstalter eine Verantwortung.“

Veranstalter ist die Sankt-Marien-Klosterkirchengemeinde

Veranstalter der Lehniner Sommermusiken ist die Sankt-Marien-Klosterkirchengemeinde. „Gestemmt wird sie von rund 30 Ehrenamtlichen“, so Oppelt. Es sind Gemeindemitglieder, die die Künstler und Besucher betreuen, die Karten verkaufen, Plakate aufhängen und die Veranstaltungsräume öffnen. Oppelt würdigt dies sehr: „Das läuft toll! Es ist eine Pflanze, die man hegen und pflegen muss.“ Die künstlerische und organisatorische Leitung lag in diesem Jahr – wie teils 2015 – bei einem Team mit Pfarrerin Almuth Wisch, der Krankenhausseelsorgerin Pfarrerin Adelheid Vitenius, Museumsleiter Stefan Beier und der Gemeindepädagogin Gabi Maetz. Erstmals als künstlerischer Leiter hinzu kam im Frühjahr der neue Kantor Gerhard Oppelt. Im vergangenen Jahr gab es keinen eigentlichen künstlerischen Leiter.

Der neue Kirchengemeinde- und Kreis-Kantor Gerhard Oppelt  (60) ist in diesem Jahr erstmals künstlerischer Leiter der Lehniner Sommermusiken

Der neue Kirchengemeinde- und Kreis-Kantor Gerhard Oppelt (60) ist in diesem Jahr erstmals künstlerischer Leiter der Lehniner Sommermusiken. Unterstützt wird der gebürtige Hannoveraner dabei auch von einem großen Team ehrenamtlicher Helfer.

Quelle: Privat

Finanziert mit 30 000 Euro wird die renommierte Musikreihe vom Land , dem Landkreis, der Gemeinde Kloster Lehnin, dem Evangelischen Diakonissenhaus und durch Eintrittsgelder.

Publikumsmagneten mit jeweils 300 Besuchern

Besondere Publikumsmagneten in diesem Jahr waren das Geistliche Chorkonzert, in dem das Philharmonische Orchester Kaliningrad und die Lehniner Kantorei mit 80 Musikern und Sängern auftraten, das Orchesterkonzert mit Werken von Ludwig van Beethoven und die Oper im Kloster „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck. Je 300 Besucher zogen diese musikalischen Darbietungen in der Klosterkirche an. Die altehrwürdige klösterliche Romantik macht für viele Konzertgänger den Reiz der Sommermusiken ebenso aus wie die Vielfalt und Qualität der Veranstaltungen. Der Kreuzgang kam von seiner Größe her nach Angaben des Kantors teils an seine Kapazitätsgrenze, etwa bei dem Auftritt der vier Sängerinnen „Les Brünettes“ am 11. August. Als künstlerisch ebenso wertvoll bezeichnet Oppelt jedoch auch den Abend „Singende Steine“, an dem Walter Vogt die Aufzeichnungen des Baumeisters der Zisterzienserabtei Le Thoronet mit Musik von Thomas Weithäuser vortrug, was lediglich gut 50 Besucher angezogen hat.

Auf großen Zuspruch hoffen die Organisatoren nun für das Abschlusskonzert „Laudate Dominum“ unter Leitung von Fred Litwinksi am Samstag, 10. Septemer, 16 Uhr in der Klosterkirche. Es ist ein a-capella-Konzert mit Werken von Pachelbel, Bach und Bruckner.

Von Marion von Imhoff

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