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Brandenburg/Havel Nabu ruft zum Vögelfüttern auf
Lokales Brandenburg/Havel Nabu ruft zum Vögelfüttern auf
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15:24 27.02.2018
Grünfink und Stieglitz an einem Vogelhaus. Der Nabu empfiehlt, lieber keine Meisenknödel mit Plastiknetzen auszulegen. Quelle: privat
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Brandenburg/H

Die Brandenburger frieren unter der russischen Kältepeitsche, die seit Tagen für Dauerfrost in der Mark sorgt. Kleine Kinder stecken in Schneeanzügen, Frauen tragen zum Winterparka überdimensionierte Schals und Männer holen ihre langen Merino-Wollunterhosen aus dem hintersten Winkel der Schublade hervor und stellen bei 80 bis 90 Kilo Kampfgewicht fest: „Zwei Fließjacken übereinander sind ja viel wärmer als nur eine!“ Wie aber geht es einer Blaumeise mit dem Fliegengewicht von zehn Gramm bei Minus 13 Grad?

„Sie hält das aus, aber sie braucht viel Nahrung, um die nötige Energie dafür aufzubringen“, sagt Gertfred Sohns vom Nabu-Regionalverband Brandenburg an der Havel. Deswegen ruft der frühere Leiter der Vogelschutzwarte in Schenkenberg dazu auf: „Füttern wäre jetzt wichtig für die Vögel.“

Futter in Plastiknetzen ist gefährlich

Sonnenblumenkerne eignen sich nach Nabu-Angaben bestens zum Füttern, ebenso Freiland-Futtermischungen aus dem Handel. Meisenknödel sind wegen ihres Fettgehalts wichtig. Doch sie sollten auf keinen Fall in Plastiknetzen aufgehängt werden, weil sich die Vögel darin verfangen und schwer verletzen können. Brot, Kartoffeln und Speck sind ebenso schädlich wie salzhaltiges Futter.

Am empfehlenswertesten sind Futtersilos, weil die Vögel so nicht in den Körnermischungen herumlaufen und das Futter mit ihrem Kot verunreinigen können. Um nicht Ratten anzulocken, sollte das Futter nicht auf den Boden fallen können. Deswegen sind Auffangteller unter der Futterstelle empfehlenswert.

Aufplustern hilft auch Vögeln

Doch wie übersteht ein Vogel diese bittere Kälte genau? Immerhin hat er eine Körpertemperatur von 38 bis 42 Grad Celsius. Gertfred Sohns kennt solche Fragen seit Jahrzehnten. „Vögel plustern sich auf. So bildet sich zwischen den Federn eine isolierende Luftschicht.“ Ein körpereigenes Wärmesystem hilft, dass die Vögel über ihre nackten Beine keine Wärme verlieren. Auch tanken die Piepmätze gerne Sonne.

Von Marion von Imhoff

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