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Brandenburg/Havel Nach 20 Jahren: Teeladen zieht bald um
Lokales Brandenburg/Havel Nach 20 Jahren: Teeladen zieht bald um
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18:20 03.01.2018
Barbara und Nora Müller (v. l.) im überdachten Hof des blauen Hauses Mühlendamm 20, in dem das neue Geschäft samt Teestube im Februar eröffnet. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Seit 20 Jahren führt Barbara Müller als Inhaberin das Teegeschäft Taraxacum und positioniert es jetzt neu. Anfang Februar wird das Geschäft von der Steinstraße an den Mühlendamm 20 ziehen und um eine Gastronomie erweitert. Eröffnet wird es am 14. Februar. Mit ihrer Tochter Nora und zwei Mitarbeiterinnen bietet Barbara Müller Kunden auch eine Teestube an mit Platz für zehn Gäste. Kuchen und Kleingebäck wird es geben. Vergeblich aber wird der Gast einen Kaffee auf der Speisekarte suchen. „Eine Teestube sollte nicht nach Kaffee duften“, so Barbara Müller. „Kaffee – das können andere besser als wir. Wir möchten zum Tee verführen.“

Punkten bei Einheimischen und Touristen will die gebürtige Havelbergerin mit der Lage auf der Dominsel und dem Blick auf das Wasser, den die Immobilie bietet. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude hat direkte Wasserlage. Mehrere Monate stand das blaue Haus, das aus dem 18. Jahrhundert stammt, leer, bevor es Barbara Müller mietete. Im Obergeschoss ist Tochter Nora mit ihrem Lebenspartner eingezogen, unten erstrecken sich künftig auf 120 Quadratmetern Teeladen, Feinkostabteilung, Café und Küche. Eigentümer ist ein Privatmann aus Kleinmachnow. Der Mietvertrag für den Laden in der Steinstraße läuft im Mai aus.

Der Teeladen Taraxacum eröffnet im Februar neu im blauen Haus Mühlendamm 20 in Brandenburg. Quelle: Rüdiger Böhme

Hintergrund von Wohnen, Laden und Café unter einem Dach ist der Fakt, dass Nora Müller in einigen Jahren das Geschäft von ihrer Mutter übernehmen wird. Von daher scheint beiden der Standort für die Neuausrichtung und die spätere Geschäftsübernahme ideal. Die Idee, eine Teestube zu eröffnen, kam quasi mit der Entdeckung des Mietobjektes, das mehrere Monate auf dem Markt war. „Es war Zufall, meine Tochter hat eine Wohnung gesucht und das Haus entdeckt.“

„Wir haben Kunden auch aus Falkensee, Rathenow und Genthin, die einfach auch im Laden verweilen möchten“, sagt Barbara Müller. In diesem Zusammenhang nutzt die 57-jährige Geschäftsfrau den dänischen Begriff „hyggelig“, der in Landhaus-Magazinen in Mode ist und für Gemütlichkeit steht. Reduziert wird das Sortiment an „Rumstehschönchen“, wie Barbara Müller es nennt, also Accessoires für Wohnen und Küche. „Da ist der Bedarf der Kunden meist schon gedeckt.“

Der dritte Standort-Wechsel von Taraxacum

Die Ursprünge des Geschäftes liegen in der Wilhelmsdorfer Landstraße. Den Laden kaufte Barbara Müller und eröffnete ihn am 1. Oktober 1997 unter dem schon angestammten Namen Taraxacum in der Bollmann-Passage. Taraxacum ist das lateinische Wort für Löwenzahn. Von der Bollmannpassage zog Barbara Müller später in die Steinstraße und machte kurze Zeit darauf nebenan eine Boutique mit dänischer Mode auf. Nach sechs Jahren aber schloss sie die Ladentür dort für immer, um sich wieder auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.

Nora Müller ist 29 Jahre alt und bisher angestellt bei ihrer Mutter. Seit drei Jahren studiert sie an der Technischen Hochschule Brandenburg Betriebswirtschaftslehre. In gut acht Jahren plant Barbara Müller sich beruflich zurückzuziehen. Die Unternehmensnachfolge ist gesichert.

Von Marion von Imhoff

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