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Nach 8 Jahren: Weg für Edeka-Markt ist frei

Brandenburg an der Havel Nach 8 Jahren: Weg für Edeka-Markt ist frei

Die Brandenburger Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Mittwoch den Weg freigemacht für den Bau eines Edeka-Einkaufsmarktes auf dem Gelände der ehemaligen Stärkefabrik. In der Neuendorfer Straße soll nach jahrelangem politischen Streit ein „Wohngebiet und Sondergebiet großflächiger Einzelhandel“ entstehen.

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Auf dem Gelände der ehemaligen Stärkefabrik soll nun unter anderem ein Edeka-Markt entstehen.

Quelle: Heiko Hesse

Brandenburg/H. Die Brandenburger Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Mittwochabend den Weg freigemacht für den Bau eines Edeka-Einkaufsmarktes auf dem Gelände der ehemaligen Stärkefabrik. In der Neuendorfer Straße soll nach jahrelangem politischen Streit ein „Wohngebiet und Sondergebiet großflächiger Einzelhandel“ entstehen.

Etwa acht Jahre lang hatten sich das Brandenburger Rathaus und die politische Mehrheit in der Stadt gegen Pläne gewehrt, auf dem Gelände an der Ecke Zentrumsring/Neuendorfer Straße großflächigen Einzelhandel zuzulassen – eine Idee, die vor allem die SPD-Fraktion immer wieder vorantrieb, namentlich die Ex-Sozialdemokraten Norbert Langerwisch und Dirk Stieger, die seit ihrem neuen politischen Dasein in der Fraktion Bürger für Bürger (Büfübü) viele Gemeinsamkeiten mit den Christdemokraten für sich entdecken.

Seit Mittwochabend ist die Verwaltung beauftragt, den Bebauungsplan aufzustellen, der die Errichtung eines Edeka-Verbrauchermarktes in einer Größe von 3280 Quadratmetern Verkaufsfläche ermöglicht. Langerwisch habe viel „genetzwerkt“ bei diesem Thema, triumphierte Fraktionskollege Stieger in der SVV-Sitzung.

Das Netzwerken gilt gerade auch in Richtung des Investors, der Gesellschaft Isarkies Wohn- und Gewerbegrund, die außer den Supermarkt auch ein Wohngebiet auf dem Gelände schaffen will und soll.

Die Brandenburger CDU ist nach jahrelangem Widerstand nun mit im Boot, obwohl sie in Bezug auf das Projekt noch in jüngster Zeit auf ihrer Internetseite dagegen wetterte, sich vom Investor „erheblich getäuscht“ sah und dessen „stets überdimensioniertes Projekt“ geißelte.

Dabei war das Isarkies-Vorhaben zuletzt mit 3580 Quadratmetern kaum größer gewesen als die Dimension des aktuellen Aufstellungsbeschlusses. Inzwischen aber argumentiert die CDU nicht mehr mit der Bedrohung für das „gut entwickelte A-Zentrum in der Innenstadt.“ Am Mittwoch sprach sich nur noch die Grünen-Fraktion gegen die Edeka-Pläne aus.

Stieger findet den Beschluss nach acht Jahren Warten „schön“, SPD-Fraktionschefin Britta Kornmesser lobt Wohnbebauung und offen gehaltene Uferzone, CDU-Fraktionschef Jean Schaffer berichtet von gutem Kontakt zum Investor und Klaus Riedelsdorf (AfD) ist froh, dass die brach liegende Fläche auf diese Weise entsorgt wird. Der Investor will die Planungs- und Erschließungskosten übernehmen.

Von Jürgen Lauterbach

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