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Brandenburg/Havel Nach Anbau können bis zu 164 Kinder betreut werden
Lokales Brandenburg/Havel Nach Anbau können bis zu 164 Kinder betreut werden
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17:31 10.04.2018
So sehen die Pläne für den Anbau aus. Quelle: Marion von Imhoff
Wusterwitz

Die Wusterwitzer Gemeindevertreter haben sich am Mittwochabend mehrheitlich für die 163 Quadratmeter umfassende Erweiterung der Kita Schwanennest ausgesprochen. Das Votum für die 416 500 Euro-Investition fiel in namentlicher Abstimmung mit neun Ja- und drei Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen. Mit Nein stimmte unter anderem Lothar Ohge (Linke). Er begründete das in einer schriftlichen Erklärung mit fehlender Transparenz der Auftragsvergabe der Architektenleistungen.

Den Auftrag erhielt die Wusterwitzer Architektin Monika Siemer. Sie ist auch verantwortlich für die Vorplanung. Im November war laut Amtsdirektorin Ramona Mayer eine beschränkte Ausschreibung erfolgt. „Wir haben sechs Architekturbüros angeschrieben und vier haben geantwortet.“ Der Zuschlag an Frau Siemer sei im Januar erfolgt. Ohge verweist darauf, dass schon in einer Gemeindevertretersitzung im Juli 2017 die Amtsdirektorin Frau Siemer als kompetente Planerin und Kennerin der Kita erwähnt habe im Zusammenhang mit dem geplanten Kita-Ausbau. Die erste Ausschreibung sei wiederholt und die Gemeindevertreter seien bei der Vergabe der Planungsleistungen übergangen worden.

Lothar Ohge (Die Linke), Gemeindevertreter in Wusterwitz. Quelle: Volkmar Maloszyk

Monika Siemer stellte mit Kita-Leiterin Kerstin Tennigkeit in der Sitzung die Ausbaupläne vor. Die Kita soll bis August 2019 einen Anbau mit zwei neuen Gruppenräumen, einem Sanitär -und einem Personalraum erhalten. Auch das bestehende Gebäude wird baulich leicht verändert und erhält teils bodentiefe Fenster. Die Kita-Leiterin sprach von einer „absoluten Qualitätssteigerun für Kinder, Erzieher und damit auch für Eltern“.

Gemeinde wartet auf Fördermittelzusage

Die Gemeinde Wusterwitz hofft auf 60-prozentige Förderung durch den Bund. Amtsdirektorin Mayer erwartet den Bescheid in den kommenden Tagen. Andernfalls müsse die Kommune einen Nachtragshaushalt aufstellen.

Derzeit betreut das Erzieher-Team 155 Kinder – mit Ausnahmegenehmigung durch das Landesjugendamt, die im August 2019 ausläuft. Die Betriebserlaubnis gilt für 139 Kinder. Mit dem Anbau könnte der Kindergarten sogar 164 Jungen und Mädchen aufnehmen. Doch Kerstin Tennigkeit will diese Platzzahl vorerst nicht ausschöpfen.

Lothar Ohge zeigte in der Sitzung sein Erstaunen über die Höhe der Kosten. Architektin Siemer verwies auf die „extrem gestiegenen Baukosten: Ich hoffe, dass wir mit 400 000 Euro hinkommen“. Sie baue häufig für die öffentliche Hand und habe die Kosten anhand der ortsüblichen Preise „nicht geschätzt, sondern berechnet“

Von Marion von Imhoff

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