Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Nach Brand in Plaue geht’s langsam bergauf
Lokales Brandenburg/Havel Nach Brand in Plaue geht’s langsam bergauf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:42 01.04.2016
Samanta (16) und Sindy (13) können endlich wieder am Rechner lernen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Anzeige
Brandenburg/H

Von Normalität sind die Harjes noch weit entfernt, zu frisch ist der verheerende Brand noch, der die Plauer Familie vor knapp sechs Wochen das Zuhause kostete. „Inzwischen geht es langsam bergauf“, sagt Annika Harjes (21). Viele Bürger haben geholfen, auch die MAZ hat sich beteiligt.

Samanta (16) und Sindy (13) gehen in die Berufsorientierte Oberschule (BOOS) in Kirchmöser, die sich solidarisch mit dem Schicksal der Familie zeigte, nachdem deren Wohnhaus in der Plauer Gartenstadt am 19. Februar abgebrannt war. Die BOOS startete auf ihrer Internetseite eine Spendenaktion, andere Nachbarn halfen auf vielfältige Weise. Ortsvorsteherin Lieselotte Martius (SPD) überreichte den Opfern des Feuers zudem 74 Euro, welche Plauer Bürger auf die Schnelle gesammelt hatten.

Solidarität mit der Familie ist enorm

Doch was die beiden Mädchen noch dringend benötigten war bis vor wenigen Tagen ein Computer. Denn der eigene war an jenem Unglücksabend ein Raub der Flammen und des Löschwasser geworden – nicht mehr zu gebrauchen. Ein Versicherungsfall? Leider nein, der gesamte durch Flammen und Qualm vernichtete Hausrat war nach Angaben von Annika Harjes nicht versichert.

An dieser Stelle ist nun die MAZ eingesprungen und hat im Vorgriff auf die kommende MAZ-Sterntaler-Aktion im Dezember den Kauf eines günstigen Rechners unterstützt. Denn auf Weihnachten zu warten hätte den Schülerinnen wenig genutzt. Schulleiter Jörg-Peter Gruhn bestätigte der MAZ, dass die Anschaffung eines Computers für die beiden Mädchen sinnvoll eingesetztes Spendengeld sei, da sie ihn zum Lernen ständig benötigen.

MAZ-Sterntaler helfen den Feueropfern

Dass die Familie, die mehr als 30 Jahre lang in der Lewaldstraße wohnte, wieder Licht am Ende des Tunnels sieht, ist maßgeblich einem privaten Vermieter zu verdanken, der zum 1. April eine passende Wohnung für das Ehepaar und seine beiden noch daheim wohnenden Töchter anbieten konnte.

Bei der WG Stahl waren die Harjes am Ende doch nicht zum Zuge gekommen. Jemand anders habe für die zunächst in Aussicht gestellte Wohnung den Zuschlag der Wohnungsgenossenschaft erhalten, berichtet Annika Harjes. Die zweitjüngste Tochter hatte ihre Eltern und Schwestern sechs Wochen lang in der eigenen kleinen Wohnung mit untergebracht. Dort wurde es zwar eng, doch in der Not rückte die Familie noch einmal näher zusammen.

Neue Wohnung endlich in Sicht

Wenn die Brandopfer ihre neue Wohnung bezogen haben, können sie endlich auch auf die Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände zurückkommen, die freundliche Bürger ihnen zur Überbrückung der Notlage angeboten hatten. Vor dem Einzug ins neue Heim hätte die Familie diese Gegenstände noch gar nicht unterbringen können.

Die langjährigen Bewohner der Gartenstadt, die in den vergangenen Wochen vielerlei Hilfe erfahren haben, mussten allerdings auch erfahren, dass sich einzelne Zeitgenossen alles andere als freundlich verhielten. Diebe sind in den vergangenen Tagen aufs das Grundstück des Brandhauses vorgedrungen und haben verschiedene Privatsachen und Pflanzen aus dem Schuppen der Familie mitgenommen.

Von Jürgen Lauterbach

Brandenburg/Havel Arbeitslosigkeit im März gesunken - Jeder zehnte Brandenburger ohne Job

Arbeitslosenquote in der Stadt Brandenburg und den umliegenden Gemeinden war in diesem März ziemlich genau halb so hoch wie vor 18 Jahren. Die 10 Prozent, die Arbeitsagenturleiterin Monika Obuch am Donnerstag bekannt gab, bedeutet einen Rückgang der amtlich registrierten Arbeitslosigkeit um ein Prozentpunkt seit März 2015.

31.03.2016

Die Stadtverordneten können es nicht, die Kommunalaufsichtler dürfen nicht disziplinarisch gegen Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) vorgehen. Dabei ist kein einziger der vom Beigeordneten erhobenen Vorwürfe, etwa, dass kein Moslem die Feuerwehr leiten soll, gegen sie aufgeklärt. Und mehr: Es gab Versuche das Abstimmungsverhalten zu beeinflussen.

31.03.2016
Brandenburg/Havel Papiersammler in Graben gerutscht - Brielow: Müllauto hängt am Kranhaken

Das kommt nicht alle Tage vor: Ein Müllauto hängt in Brielow am Kranhaken. Passiert ist die Rettungsaktion an der Ziegelei. Dort war ein voll beladenes Papiersammelfahrzeug von einem aufgeweichten Weg in den Straßengraben gerutscht. Aus eigener Kraft konnte sich das 26 Tonnen schwere Auto nicht befreien. Ein schwerer Kran musste her.

31.03.2016
Anzeige