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Klosterschule entgeht Katastrophe

Buddhisten kehren nach Kellerbrand ins Gebäude zurück Klosterschule entgeht Katastrophe

Das schnelle Eingreifen der Feuerwehren hat die Päwesiner Klosterschule vor einer Katastrophe am Sonntagabend gerettet. Nach der Evakuierung des Gebäudes kehrten die Buddhisten zurück und begannen mit den Aufräumungsarbeiten. 

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Am Tag danach: Klosterbewohner und Gäste brachten gestern Vorräte aus dem Keller auf den Hof der Klosterschule.

Quelle: Jacqueline Steiner

Päwesin. Wünscht man Buddhisten einen guten Rutsch? "Warum nicht. Gut gemeinte Worte können wir 2014 sehr wohl brauchen", antwortet Losang Kyabchock, Sprecher der Buddhistischen Klosterschule in Päwesin. Vor allem soll das neue Jahr besser anfangen, als das alte aufhörte, hoffen die über 30 Mönche und Nonnen, die im Kloster zuhause sind.

Am Montag mussten sich Bewohner und Gäste unfreiwillig mit Aufräumungsarbeiten beschäftigten. Mit Ruß bedeckte Konserven, Gläser mit Eingewecktem, Getränke und andere Vorräte wurden vom Keller des Hauses ins Freie geschleppt und gesäubert. Im Gebäude wirbelten Klosterschüler mit Putzlappen und Besen herum. Es wurde geschrubbt, getrocknet und entstaubt. Das Großreinemachen so kurz vor dem Jahreswechsel war nicht geplant.

Hinter den Menschen in ihren violetten Winterroben lagen bange Stunden. Am Sonntagabend brach in der vor zehn Jahren gegründeten Klosterschule ein Feuer aus. Im Keller der einstigen Dorfgaststätte hatte ein Wäschetrockner Feuer gefangen. Zum Glück war noch nicht Schlafenszeit. So wurde der Rauch schnell bemerkt. Selbst löschen konnten die Bewohner den Brand jedoch nicht mehr. Sie flüchteten samt Haustieren aus den Zimmern und Gemeinschaftsräumen auf den Sammelplatz im Klosterpark.

"Die Evakuierung verlief reibungslos. Niemand wurde zurückgelassen. Minuten später kam schon die erste Feuerwehr", berichtet Klostersprecher Losang Kyabchok. Nacheinander rollten die Feuerwehren aus Päwesin, Riewend, Roskow und Weseram in die Brandenburger Straße. Polizei sperrte die Ortsdurchfahrt in Richtung Wachow ab. Ein Bewohner kam mit dem Rettungswagen zur ärztlichen Beobachtung ins Klinikum. Blaulicht überall. An die 40 Kameraden waren auf den Beinen, Schläuche wurden ausgerollt, Aggregate aufgebaut, der Eingang zum Kloster erinnerte an ein Heerlager.

"Zunächst drang ein Angriffstrupp unter Atemschutz in den verqualmten Keller vor", berichtet Einsatzleiter Falk Möhler. Am Brandort hieß es aus zwei C-Rohren "Wasser marsch!". Andere Kameraden kontrollierten, ob sich nicht doch noch Menschen im Gebäude befanden. Der Qualm hatte sich inzwischen bis ins Obergeschoss ausgebreitet. Für den Löschwassernachschub bauten die Brandschützer eine Schlauchstrecke zum nächstgelegenen Flachspiegelbrunnen auf. Die Gefahr, dass sich das Feuer ausbreitet, war schnell gebannt.

Nach gut einer Stunde war der Einsatz beendet. Um den Qualm aus dem Gebäude zu blasen, setzte die Feuerwehr einen Überdrucklüfter ein. Noch in der Nacht konnten die ersten Männer und Frauen in das Gebäude zurückkehren. Kloster-Sprecher Losang Kyabchock: "Wir sind den Feuerwehren sehr dankbar, dass sie so schnell Hilfe leisteten."

Von Frank Bürstenbinder

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