Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Nach der Kaserne kommen Container
Lokales Brandenburg/Havel Nach der Kaserne kommen Container
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:25 18.06.2015
Fachbereichsleiter Thomas Schulz erwartet auch 2016 rund 1200 neue Flüchtlinge. Quelle: V. Maloszyk
Anzeige
Mittelmark

Der anhaltende Strom von Flüchtlingen und Asylbewerbern zwingt den Landkreis weitere Unterkünfte vorzuhalten. Selbst die geplante und nicht unumstrittene Nutzung der Damsdorfer Kaserne für bis zu 600 Personen verschafft der Verwaltung nur eine kurze Atempause. Wie jetzt bekannt wurde, folgt der Aufbau von zwei Containerdörfern für je 150 Menschen in Brück und Bad Belzig. Erst am Mittwoch hatte in der 1500-Seelen-Gemeinde Damsdorf eine Einwohnerversammlung zum Theman stattgefunden, auf der die Gemüter sich starkt erhitzten.

In welcher Klemme der Landkreis steckt, zeigt der Appell von Landrat Wolfgang Blasig (SPD) auf der Kreistagssitzung am Donnerstag. Er rief die Abgeordneten dazu auf, in ihren Kommunen nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten zu suchen. Ob diese für eine Übergangseinrichtung taugen, prüfen die Fachdienste Interner Service sowie Soziales und Wohnen.

Hunderte Menschen kamen am Mittwochabend in eine Damsdorfer Sporthalle, um größtenteils Unverständnis und Ablehnung für die Pläne des Kreises Potsdam-Mittelmark auszudrücken, bis zu 600 Flüchtlinge in einer ehemaligen Kaserne im Ort unterzubringen. Tenor: Es bestehe die Gefahr, die soziale Infrastruktur des 1500-Einwohner-Ortsteils zu überfordern.

Rund 1200 Flüchtlinge werden Potsdam-Mittelmark in diesem Jahr zugewiesen. Fachbereichsleiter Thomas Schulz schätzt, dass 2016 eine ähnlich hohe Zahl von Ankömmlingen zu erwarten sei. Er glaube nicht, dass sich die Verhältnisse in den vor allem afrikanischen Herkunftsländern kurzfristig verbessern werden, sagte Schulz der MAZ. Erschwerend kommt die lange Bearbeitungszeit von Asylanträgen durch das Bundesamt für Migration hinzu. Nur knapp zehn Personen wurden 2014 aus Potsdam-Mittelmark wegen abgelehnter Anträge abgeschoben.

Nächstes Problem ist die dezentrale Verteilung der Flüchtlinge nach ihrer Zeit in einem Übergangsheim. Bisher konnte der Landkreis nur 77 Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge und Verfolgte anmieten. Viel zu wenig, um Menschen eine längerfristige Perspektive in Potsdam-Mittelmark zu geben und die Übergangsobjekte zu entlasten.

Aus diesem Grund wird der Kreistag wohl im September ein politisches Signal setzen. Fachbereichsleiter Schulz kündigte die Auflegung eines Förderprogramms für Privatwohnungen an. Hausbesitzer sollen finanzielle Unterstützung bekommen, wenn sie Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge herrichten und sich auf eine fünfjährige Mietbindung einlassen.

Von Frank Bürstenbinder

Brandenburg/Havel Buga: Verkehrsbeeinträchtigungen in Brandenburg an der Havel - Altstadt bleibt vermutlich gesperrt

Aller Voraussicht nach werden sich die Brandenburger Bürger und insbesondere die Bewohner der Altstadt bis zum Ende der Bundesgartenschau im Oktober mit der Sperrung der Altstadt für den Durchgangsverkehr abfinden müssen. Das bestätigte nun die Stadtverwaltung.

21.06.2015
Potsdam-Mittelmark Beherztes Eingreifen der Feuerwehr - Gräben: Forstmaschine ausgebrannt

Das derzeit knochentrockene Waldgebiet bei Gräben im Amt Ziesar ist am Mittwochabend nur knapp einem großen Feuer entgangen. Gegen 19 Uhr geriet dort aus bisher unbekannten Gründen eine Forstmaschine in Brand. Die Feuerwehr war jedoch schnell vor Ort und verhinderte Schlimmeres.

18.06.2015
Brandenburg/Havel Stadt Brandenburg will Filetgrundstück verkaufen - Verdichtete Wohnbebauung für den Packhof

Der Packhof in Brandenburg könnte mit dem Ende der Bundesgartenschau bereits verkauft sein – ganz oder in Teilen, kündigt Baubeigeordneter Michael Brandt (CDU) an. Geplant ist eine Grundstücksvergabe, möglicherweise gleich nach der Sommerpause. Allerdings steht noch nicht fest, wer das Filetgrundstück an der Nordspitze der Neustadt bekommen soll.

21.06.2015
Anzeige