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Nachbarn streiten über Tammys Tierarztkosten

Wer muss für die junge Hündin zahlen? Nachbarn streiten über Tammys Tierarztkosten

Es sollte eine Gefälligkeit unter Nachbarinnen sein. Die eine passt auf den Hund der anderen auf. Doch am Ende streiten beide Frauen aus Brandenburg an der Havel vor Gericht darüber, wer nach dem Autounfall die 2500 Euro teure Tierarztrechnung bezahlt.

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Ein Border-Collie sorgt vor Gericht für Aufregung.

Quelle: Regine Buddeke (Symbolbild)

Brandenburg/H. Es sollte eine Gefälligkeit unter Nachbarinnen sein. Die eine passt auf den Hund der anderen auf. Doch am Ende streiten beide Frauen aus Hohenstücken vor Gericht darüber, wer die teure Tierarztrechnung bezahlt.

Das Unglück geschieht am 3. August 2015 in der Reuscherstraße. Die 31 Jahre alte Klägerin braucht dringend jemanden, der an diesem Tag auf ihre Tammy aufpasst, die seinerzeit ein gutes Jahr alte Hündin. Der Mann, der sonst in solchen Fällen auf den Hund achtet., ist ausgerechnet ebenfalls verhindert.

Hündin rennt auf die Straße

Weil die Kinder oft miteinander spielen, ergibt es sich, dass Tammy Besitzerin ihr ansonsten nicht näher bekannte Frau aus der Nachbarschaft anspricht, ob die wohl auf den Border-Collie-Mischling Acht geben könne. Die Nachbarin willigt ein und übernimmt das 350 Euro teure Tier. Doch wenig später geschieht das Malheur. Die Tochter der Nachbarin ist mit dem jungen Hund in der Reuscherstraße unterwegs, als sich das Tier plötzlich auf und davon macht und prompt unter ein Auto gerät. Tammy wird schwer verletzt, sie erleidet einen komplizierten Splitterbruch in der rechten Pfote.

Die Hündin kommt in die Tierklinik nach Potsdam, ihre Knochen werden dort geröntgt. Tammy wir operiert, sie bekommt Platten eingesetzt, wird mit Verbänden versorgt, die gewechselt werden müssen, erhält außerdem Medikamente, die Geld kosten. Am Ende kommt für Behandlung und Nachsorge ein stolzer Rechnungsbetrag zustanden: knapp 2500 Euro.

War das Tier angeleint?

Die Halterin fordert diesen Betrag nun vor Gericht von der Nachbarin, der sie ihr Tier anvertraut hatte. Für ihre Forderung spielt eine Rolle, dass die Nachbarin den Hund offenbar nicht selbst ausführte, sondern Tammy ihrer Tochter überließ. Außerdem ist strittig, ob das Tier angeleint war, wie es also unter die Räder kommen konnte.

Amtsrichter Frank Moch-Titze wies die Klage am Dienstag ab, allerdings vorerst nur, weil die Rechtsanwältin der Klägerin den Prozess versäumt hatte. Sehr wahrscheinlich wird die Anwältin dagegen Einspruch erheben.

Das Gericht wird dann entscheiden, ob die Nachbarin für den Schaden haftet oder nicht. An eine Tieraufseherin wie sie oder ihre Tochter werden in der Regel nicht so hohe Haftungsanforderungen gestellt wie an eine Halterin. Schließlich hatte die Nachbarsfrau Tammy aus Gefälligkeit übernommen und sich auch nicht dafür bezahlen lassen.

Von Jürgen Lauterbach

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