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Brandenburg/Havel Nachwuchs am Klavier in Altbensdorfer Kirche
Lokales Brandenburg/Havel Nachwuchs am Klavier in Altbensdorfer Kirche
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15:59 07.06.2016
Thorsten Fabrizi mit seinen Klavierschülerinnen Katharina Struz und Emma Riemer (r.) Quelle: Foto: Christine Lummert
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Altbensdorf

„Wir haben uns schon Sorgen gemacht, dass niemand kommt“, sagte Pfarrer Holger Zschömitzsch mit einem Blick zum Himmel. Etwa 50 Musikliebhaber ließen sich aber nicht von einem heftigen Platzregen abhalten, der über Altbensdorf niederprasselte. Pünktlich saßen sie in den Kirchenbänken und erwarteten das dritte Konzert der Reihe „Kleine Orgelmusik“.

Kantor Thorsten Fabrizi hat die Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, um die einzig bespielbare Orgel im gesamten Pfarrbereich Wusterwitz zur Geltung zu bringen und so auch auf das Schicksal der anderen Kircheninstrumente der Umgebung aufmerksam zu machen. Jeden ersten Sonntag im Monat lädt Fabrizi mit einem wechselnden Programm in die Altbensdorfer Kirche ein, die Ende der 1990er-Jahre saniert wurde.

Vor einigen Jahren wurde auch die Voigt-Orgel des Gotteshauses, die aus dem Jahr 1875 stammt, restauriert und jetzt kann sie wieder ihr Werk tun. „Unsere Musikreihe ist mit den ersten beiden Konzerten gut angelaufen, aber natürlich wünschen wir uns immer noch mehr Besucher“, sagte Fabrizi, der auch Zuhörer aus der Stadt Brandenburg und der ganzen Region anlocken will. „Bei uns auf dem Dorf gibt es auch musikalisch etwas zu entdecken.“ Gern lädt Fabrizi auch Gastmusiker zur Konzertreihe „Kleine Orgelmusik“ ein, die in diesem Jahr noch bis in den November stattfinden wird. Am Sonntagabend war aber neben Kantor Fabrizi vor allem der Nachwuchs gefragt. Zwei seiner Klavierschülerinnen nahmen am Keyboard Platz, um ihr Können zu zeigen, während Fabrizi auf der Orgelempore in die Tasten griff. Auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame aus dem Publikum spielte der Kantor mit der Toccata und Fuge in d-moll auch eines der bekanntesten Stücke von Johann Sebastian Bach. „Das ist natürlich eher für größere Orgeln gedacht und entfaltet erst dann richtig seine Wirkung“, sagte Fabrizi, doch den Zuhörern in Altbensdorf hat es gefallen.

Vor allem begeisterte sich das Publikum für das Spiel der elfjährigen Emma Riemer und der 15-jährigen Katharina Struz. Emma feierte als Lokalmatadorin ihren Premierenauftritt mit dem Stück „Indianertanz“ von William Gillock. „Meine Schwester spielt schon länger Klavier und weil mir das Instrument gefällt, habe ich vor knapp einem Jahr mit dem Unterricht begonnen“, erklärte die Elfjährige.

Katharina Struz kann dagegen schon auf langjährige Erfahrung zurückgreifen. Die 15-Jährige Loburgerin spielt seit dem sechsten Lebensjahr. Sie hat in den vergangenen Jahren schon erfolgreich beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen und begleitet in ihrer Heimatgemeinde auch den Gottesdienst, wenn ein Organist ausfällt. Am Sonntag nahm die talentierte Klavierspielerin zwei Mal am Keyboard Platz. Ihr Solo aus dem Wohltemperierten Klavier von Bach und das vierhändige Spiel der Sonate D-Dur von Beethoven zusammen mit Thorsten Fabrizi begeisterten das Publikum.

Von Christine Lummert

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