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Brandenburg/Havel Nasreddin Hoca und die Streiche der Lalen
Lokales Brandenburg/Havel Nasreddin Hoca und die Streiche der Lalen
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00:33 01.10.2015
Tan Emirli erzählt, sein Vater Ilhan und die Besucher lauschen bedächtig. Quelle: Heiko Hesse
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Brandenburg/H.

So ein Schlitzohr. Gefragt, wo genau der Mittelpunkt der Erde sei, weißt Nasreddin Hoca auf die Stelle, auf der sein Esel steht. „Dort ist er“, zitiert Tan Emirli aus den Geschichten des weisen Hodscha Nasreddin. „Wer es nicht glaubt, soll es nachmessen.“ Tan Emirli gehörte zu den sieben Märchenerzählern, die am Sonntagnachmittag im Brandenburger Slawendorf viele kleine und große Zuhörer in ihren Bann zogen. Das Motto des diesjährigen Märchenfestes: Narren und Schelme aus aller Welt.

Margrit Grellert erzählt Geschichten vom schlauen Hasen Kalulu. Quelle: Heiko Hesse

Tan Emirli ist die Überraschung dieses Festes. Erst zehn Jahre alt beherrscht er das Handwerk des Erzählens bereits ganz gut. Mit seinem Vater Ilhan, der zum dritten Mal dabei ist, lässt Tan eine Anekdote nach der anderen von Nasreddin Hoca Revue passieren. Hinter diesem Namen steckt eine Figur, die mit seinen Mitmenschen im Orient allerlei Schabernack treibt. Wie Till Eulenspiegel ist bei Nasreddin nicht gewiss, ob er jemals gelebt hat oder reine Literatur ist. Im Vergleich zum deutschen Narren ist Nasreddin sehr viel weiter verbreitet in der Welt.

Christiane Brandis berichtet von sagenhaft schlauen Frauen. Quelle: Heiko Hesse

Margit Grellert aus Werder hatte zahlreiche Schelmenstücke auf Afrika dabei. In diesen Geschichten ist der Hase Kalulu, der mit Witz und Charme alle möglichen Tiere an der Nase herum führt oder seinen Hals rettet. „Hier gewinnt der Kleine gegen den Großen“, sagt die Erzählerin, die sehr gestenreich von Kalulus Abenteuern erzählt. Mechthild Klann aus Potsdam erinnert mit ihren Beiträgen an die Vorläufer der Schildbürger. Im Jahre 1597 erschien erstmals das Lalebuch, gedruckt in Straßburg – wie auch die ersten Eulenspiegelbücher. „Die Lalen waren es leid, immer als weise Ratgeber herhalten zu müssen“, erzählt Mechthild Klann, „also machten sie sich zu Narren“. Und bauten sich ein Rathaus ohne Fenster, in das sie das Licht in Säcken tragen mussten.

Erzählerin Ilka Sonntag entführt ihrer Zuhörer in den hohen Norden. Quelle: Heiko Hesse

An einem herrlichen Herbstsonnentag zogen die Besucher durch das Slawendorf von Erzähler und Erzähler, die sie auf ihre Weise durch die Welt führten. Seit einigen Jahren am letzten Sonntag im September und stets unter einem bestimmten Motto. Dass sie sich jetzt den Narren und Schelmen verschrieben hatten, war ihr Beitrag zum Jubiläumsjahr „500 Jahre Till Eulenspiegel in Brandenburg“. Selbst brauchte Till nicht zu erscheinen, denn der Geist seiner Streiche steckte in vielen Geschichten, die am Sonntag erzählt worden sind.

Von Heiko Hesse

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