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Brandenburg/Havel Experten sind sicher: „Die nächste Pilzschwemme kommt bestimmt!“
Lokales Brandenburg/Havel Experten sind sicher: „Die nächste Pilzschwemme kommt bestimmt!“
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05:04 31.10.2018
Nicht zum Verzehr geeignet: der Zunderschwamm. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/Havel

Pilzsammler, die unter anderem im Krugpark in Brandenburg an der Havel auf die Suche nach dem schmackhaften Nahrungsmittel gehen, müssen sich nach dem langen Sommer weiterhin gedulden. „Bei uns im Park sind noch keine Pilze zu finden“, sagt Andrea Kausmann, Leiterin des Naturschutzzentrums. „Bisher hatten wir um diese Jahreszeit wenigstens schon Schirmpilze, aber aktuell zeigt sich fast gar nichts.“

Speisepilze wie Maronen oder Steinpilze, die ansonsten viele Sammler in den Wald locken, sucht man bislang vergebens. Der Grund dafür sei der Boden, der momentan immer noch zu trocken sei, so Kausmann. Auch die Tatsache, dass es sich beim Krugpark um einen Buchenwald handelt, erschwert das Wachstum der Pilze.

Moosige Gegenden sind gut für Pilze

„In Gegenden mit Moosbewuchs findet man bereits welche“, erklärt die Parkleiterin. „Das liegt daran, dass Moos eine Menge Flüssigkeit bündelt, und diese an die umgebende Natur abgibt.“ Dies sei in einem Buchenwald nicht gegeben.

Lediglich Baumpilze wie der Schwefelporling oder der Zunderschwamm zeigen sich am Wegesrand, diese sind jedoch nicht zum Verzehr geeignet. „Man sollte nur Pilze sammeln und essen, die man kennt“, warnt Kausmann. „Im Zweifelsfall sollten Sammler immer einen Sachverständigen heranziehen.“

Das Naturschutzzentrum beschäftigt keinen Sachverständigen

Es kämen zwar viele Sammler in den Park, um sich beraten zu lassen, diese Hilfestellung dürfe jedoch nicht geleistet werden, da die nötige Ausbildung fehle. Einen Sachverständigen in Sachen Pilze beschäftigt die Havelstadt zwar nicht, allerdings können sich Hilfesuchende an Jürgen Neuendorf vom Belziger Regionalverband des Deutschen Naturschutzbundes wenden.

Schlechte Pilzjahre gibt es immer wieder

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten sich Pilzsammler zudem auf sogenannte Röhrlinge beschränken. Diese sind an den Röhren, auch Schwamm genannt, unter dem Hut erkennbar. Hierunter gibt es nur wenige schwach giftige Arten, die überdies in Brandenburg äußerst selten sind. Ein allgemein anwendbares Mittel, einen Giftpilz zu entlarven, gibt es allerdings nicht.

Wann und ob dieses Jahr noch Pilze zu finden sind, kann Kausmann nicht beantworten. „Der momentane Pilzmangel tritt alle paar Jahre mal auf“, beruhigt die Leiterin. „Die nächste Pilzschwämme kommt jedoch ganz bestimmt.“

Der Pilzexperte Jürgen Neuendorf ist im Zweifelsfall unter der Telefonnummer 033841/38 26 9 erreichbar.

Von Tobias Wagner

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