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Brandenburg/Havel Neonazi Horst Mahler (79) plant Rehabilitation
Lokales Brandenburg/Havel Neonazi Horst Mahler (79) plant Rehabilitation
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15:24 10.08.2015
Horst Mahler. Quelle: dpa-Zentralbild
Brandenburg an der Havel

Brandenburgs bekanntester Ex-Häftling Horst Mahler (79) befindet sich auf dem Weg der Besserung. Der Neonazi plant nach Informationen der MAZ nun sogar eine Reha-Maßnahme und könnte schon bald aus dem Brandenburger Klinikum entlassen werden. Wegen einer zuvor lebensbedrohlichen Erkrankung, in deren Folge ihm ein Fuß amputiert worden war, bekam Mahler Mitte Juli eine Haftverschonung. Der wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust zu mehr als zehn Jahren Haft Verurteilte ist also derzeit kein Strafgefangener mehr.

Seit 2009 in der JVA Brandenburg

Der frühere Rechtsanwalt Horst Mahler verbüßte unter anderem wegen Volksverhetzung und der Leugnung des Holocaust seit März 2009 eine mehr als zehnjährige Gesamtfreiheitsstrafe. Seit Oktober 2009 saß er in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg. Der frühere Verteidiger von Mitgliedern der Rote Armee Fraktion (RAF) galt lange Zeit als ein führender Kopf der rechtsextremistischen Szene. Am 21. Juli hatte die „PNN“ mit Bezug auf „Sicherheitsbehörden“ berichtet, „es werde nicht damit gerechnet, dass Mahler das Krankenhaus noch verlässt.“ Deshalb seien „erste Vorbereitungen für den Fall seines Ablebens getroffen“ worden.

Schließlich wolle man „Fackelaufzüge und Traueraufmärsche von Neonazis“ verhindern, die „Stadt solle keine Pilgerstätte für die Neonazis werden.“ Ganz offensichtlich sieht die Brandenburger Polizei das Thema aber längst nicht so ernst. „Mahler ist keine große Nummer mehr bei den Rechten“, sagt ein hochrangiger Polizist. Deshalb gäbe es auch „keine Staatschutzlage für diesen Fall.“ Man halte als Polizei „nur ein wenig die Augen offen.“ Wie die Klinikchefin Gabriele Wolter sagt, habe es in den zurückliegenden Wochen keinerlei Auffälligkeiten oder Probleme mit „ungebeten Gästen gegeben.“ Wenn es wäre, würde sie ihr Hausrecht nutzen, oder die Polizei rufen.

In einer früheren Version haben sich fehlerhafte Angaben in der Darstellung des früheren Innenministers, Otto Schily (SPD), eingeschlichen. Entgegen unserer Informationen, hat er Horst Mahler nicht am Krankenbett besucht. Auch war er nicht mit Christian Ströbele und Mahler Anfang der 70er Jahre im sozialistischen Anwaltskollektiv.

Von Benno Rougk

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