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Brandenburg/Havel Neubauten für Kinder und Mediziner
Lokales Brandenburg/Havel Neubauten für Kinder und Mediziner
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14:33 10.05.2016
Die Kita „Bummihaus“ in der Potsdamer Landstraße soll durch einen Neubau ersetzt werden. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Groß Kreutz (Havel)

Der Bauausschuss der Gemeindevertretung hat die allerersten Weichen für zwei große Zukunftsprojekte in den Ortsteilen Jeserig und Götz gestellt. So deuten in Jeserig alle Zeichen auf den Neubau einer Kindertagesstätte hin. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gemeindevertretung soll im Haushalt 2017 Geld für die Planung eingestellt werden. Auf eine entsprechende Empfehlung einigte sich das Fachgremium am Montag bei einer öffentlichen Sitzung. Sofern die Finanzierung steht, könnte 2018/19 Baubeginn sein.

Hintergrund für die angepeilte Großinvestition ist der insgesamt schlechte Zustand des ursprünglich als Wohnhaus genutzten Kita-Domizils. „Eine komplette Modernisierung würde 18 Monate dauern und könnte der Gemeinde teurer als ein Neubau kommen“, teilte Bürgermeister Reth Kalsow mit. Außerdem sei die Gesamtfläche mit vielen kleinen Räumen und Keller auf über 2000 Quadratmeter zu groß. Benötigt würden nur etwa 600 Quadratmeter, so der Bürgermeister. Für eine neue Raumaufteilung seien teure Eingriffe in die Statik erforderlich. Mit derzeit 65 Kindern ist die Kita „Bummihaus“ gut ausgelastet. Für eine Umverteilung der Kinder auf andere Einrichtungen während einer Modernisierung fehlen die Kapazitäten.

Links das alte Ärztehaus der Kommune in Götz, rechts der Übergang zu einer sanierten Arztpraxis in Privatbesitz. Quelle: Frank Bürstenbinder

Vorbild für die Planung könnte die nach der Wende errichtete Schenkenberger Kita sein, wo sich der Alltag auf einer Ebene abspielt. Entstehen könnte der Neubau in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Standort. Und zwar hinter dem Spielplatz. Diskutiert haben die Ausschussmitglieder auch die Frage, was aus der jetzigen Kita werden sollte. Denkbar wäre eine Nutzung als reines Wohngebäude. Ob die Kommune die Immobilie verkauft oder selbst sanieren lässt, ist noch völlig offen.

Ein zweites Infrastrukturprojekt betrifft das alte Ärztehaus in der Götzer Dorfstraße. In der kommunalen Immobilie hat Zahnarzt Aginard Scherbarth seine Praxis und führt Cornelia Conrad ihre Physiotherapie. Auch dieses Gebäude ist in einem schlechten Zustand, es gibt Nässeprobleme. „Bei einer Begehung konnte ich meinen Daumen problemlos in einen Balken drücken“, berichtete Bürgermeister Kalsow. In einem jetzt vorliegenden Gutachten werden die Kosten einer Sanierung auf rund 800 000 Euro geschätzt. Ein Neubau für den selben Zweck wäre für rund 430 000 Euro realisierbar. Wegen eines jahrelang schwelenden Rückübertragungsanspruches hatte die Kommune auf eine frühere Modernisierung verzichtet.

„Wir müssen handeln, um die medizinischen Dienstleistungen im Ort zu halten“, sagte Kalsow bei der Bauausschusssitzung. Dem Gemeindeoberhaupt schwebt deshalb der Neubau eines Praxishauses vor. Entweder in der Ringstraße oder im neuen Wohngebiet „Westlich der Havelstraße“. Auch andere Möglichkeiten im Gemeindegebiet werden noch geprüft. Für das alte Ärztehaus sieht der Bauausschuss dagegen keine Zukunft mehr.

Von Frank Bürstenbinder

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