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Neue Chance für Firmengründer

Ministerium: 725 Euro-Förderung im Monat Neue Chance für Firmengründer

Firmengründer haben es in Zukunft wieder leichter, einen Gründungszuschuss zu erhalten. Denn mit der neuen Richtlinie des brandenburgischen Arbeitsministeriums ist eine breitere und höhere Förderung möglich.

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Jungunternehmer Jens Orlowsky aus Plaue.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Jungunternehmer Jens Orlowsky (39) aus Plaue gehört zu der Minderheit, die es geschafft hat, trotz erschwerter Förderbedingungen einen staatlichen Gründungszuschuss zu erhalten. Künftige Gründer hätten es wieder leichter, sagt Monika Kretschmer, die den Lotsendienst für Firmengründer im TGZ leitet. Denn mit der neuen Richtlinie des brandenburgischen Arbeitsministeriums ist eine breitere und höhere Förderung möglich.

Seit Juni läuft die Firma Bootsservice & Handel Jens Orlowsky in Plaue. Der gelernte Schiffbauer bietet mobile Dienstleistungen rund ums Boot und ist nach den ersten Monaten „überraschend zufrieden“. Aufgrund seiner früheren Tätigkeit kennt er Kunden und – was wichtiger ist – sie kennen ihn. Orlowsky, der zu seinen Kunden hinfährt, hat die kurze Phase seiner Arbeitslosigkeit genutzt, um den Plan von der eigenen Selbstständigkeit zu verwirklichen.

Seit Ende 2011 haben es Gründer allerdings deutlich schwerer, an staatliche Förderung zu kommen, denn die einstige Pflichtaufgabe der Arbeitsagentur wurde zur Ermessenssache. „Von 2007 bis 2011 wurden im Land Brandenburg pro Jahr durchschnittlich rund 4500 Gründungszuschüsse bewilligt“, sagt Ministeriumssprecher Florian Engels. 2012 sei die Zahl auf nur noch 461 Förderungen gesunken. Jens Orlowsky hatte das Glück, dass er wegen seines Gehaltniveaus als früherer Werkstattleiter als schwer vermittelbar galt und die Arbeitsagentur ihm daher zusätzlich zum Arbeitslosengeld eine halbes Jahr lang 300 Euro pro Monat gewährt.

Gründungslotse Monika Kretschmer ist froh, dass Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) eine Fördermöglichkeit angeschoben hat, die am 1. November in Kraft treten soll. „Aufgrund der starken Kürzungen auf Bundesseite seit Anfang 2012 erachtete es Minister Baaske für notwendig, Alternativangebote zu machen“, erklärt sein Sprecher. Mit der neuen Förderrichtlinie sollen bis 31. März 2015 etwa sechs Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung gestellt werden.
Pro Förderung werden pauschal 725 Euro monatlich für bis zu zwölf Monaten rückzahlungsfrei gewährt. Antragsteller müssen nachweisen, dass sie durch die Lotsendienste, die IHK oder Handwerkskammer zur Gründung vorbereitet wurden. Hartz-IV-Bezieher werden mit dem neuen Instrument nicht gefördert.

Info:  Lotsendienst Brandenburg, Tel. 0 33 81/ 38 16 30, E-Mail: monika.kretschmer@tgz-brb.de

Von Jürgen Lauterbach

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