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Brandenburg/Havel Neue Dompfarrerin tritt am Sonntag an
Lokales Brandenburg/Havel Neue Dompfarrerin tritt am Sonntag an
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00:18 21.05.2017
Susanne Graap zum Ostergottesdienst in der Neuruppiner Kirche, demnächst soll sie in der Domkirche zu Brandenburg ihren Dienst antreten.  Quelle: Peter Geisler
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Brandenburg/H

 Es scheint so, als ob die endlose Suche nach einem Dompfarrer nach mehr als zwei Jahren nun ein glückliches Ende findet: Susanne Graap aus dem Kirchenkreis Wittstock-Ruppin wird an diesem Sonntag ihren Präsentationsgottesdienst vor der Domgemeinde halten, für Predigtnachgespräch und Diskussion zur Verfügung stehen. Sechs Jahre lang war die gebürtige Cottbusserin (13. August 1964) in der Fontanestadt Neuruppin tätig.

Nach Berufsausbildung und Abitur studierte sie in Greifswald Theologie, war Seelsorgerin in einem Aus- und Übersiedlerheim, bevor sie 2001 zur Pfarrerin in Berlin-Friedrichshagen gewählt wurde. Susanne Graap ist verheiratet mit einem Ingenieur und hat zwei erwachsene Kinder. „Ich präsentiere mich am Sonntag der Gemeinde, freue mich darauf und bin schon ganz gespannt.“

Auf die Stelle hat sie sich im Zuge der Ausschreibung beworben, ihre künftige Tätigkeit bezeichnet sie als „schöne Herausforderung“: „Als ich die Kriterien in der Stellenbeschreibung gelesen habe, hat mich das zum Bewerben motiviert.“ Pfarrerin Graap kann große und kleine Gottesdienste gestalten, hat sogar die Befähigung, andere Prediger zu coachen. „Am Dom begeistert mich die Fülle an unterschiedlichen Institutionen, die auf engem Raum miteinander tolle Dinge realisieren.“

Zudem sei Brandenburg an der Havel ähnlich groß wie Cottbus und größer als Neuruppin. Es gebe einen mit Sankt Gotthardt und Sankt Katharinen „Chor von drei großen und wunderschönen Kirchen in der Innenstadt“, das sei eine Besonderheit des Ortes, gemeinsam könne man einiges zum Guten der Stadt bewegen.

Nolch äüußert sich Susanne Graap vorsaichtig, weiß sie doch um die unrühmliche Vorgeschichte; auch wenn das Domkapitel in diesem Fall das Vorschlagsrecht habe, wolle sie sich erst der Gemeinde präsentieren, die auch noch ein Einspruchs- und Mitspracherecht hat.

Ähnlich vorsichtig äußert sich Domkurator Cord-Georg Hasselmann: „Das Kapitel hat im Herbst eine Arbeitsgruppe gegründet, die alle Bewerbungen gesichtet und eine Vorauswahl getroffen hat. Dann haben wir namentlich diesen Vorschlag dem Gemeindekirchenrat unterbreitet und an die Landeskirche übermittelt. Schließlich handelt es sich am Ende um eine Konsistorialbesetzung.“ Zur Zahl der Bewerbungen und zu den ausschlaggebenden Gründen für den Vorschlag Susanne Graap will sich der Kurator „aus rechtlichen Gründen“ nicht äußern. „Ich darf es einfach nicht.“ Auch von der Kirchenleitung in Berlin gab es keine Antworten.

Hasselmann hofft, dass die neue Dompfarrerin noch in diesem Jahr ihre Stelle antreten kann, zuerst müssen sich die Superintendenten von Wittstock-Ruppin Matthias Puppe und Mittelmark Brandenburg Siegfried-Thomas Wisch zu den Modalitäten des Wechsels verständigen. „Es sollte so schnell wie möglich passieren, Irene Ahrens-Cornely ist hier nur als Vakanzpfarrerin, wenn sie eine feste Stelle bekommt, ist sie weg.“

Mit dem Amtsantritt der Neuen könnte auch wieder Ruhe in Dom und Gemeinde einziehen. 2014 musste André Wiethölter die Stelle als Dompfarrer verlassen, ihm folgte Detlef Lippold, von dem alle gleichermaßen begeistert waren – im stressigen Jahr 2015 mit 850-Jahre-Domjubiläum und Bundesgartenschau meisterte er alle Herausforderungen und hatte dennoch ein Ohr für jedes Gemeindemitglied. Doch dann schlug das Domkapitel den ordinierten Gemeindepädagogen Tobias Ziemann als neuen Dompfarrer vor. Das löste bei der Gemeinde einen Sturm der Entrüstung aus – am Ende waren beide weg: Lippold ging zurück nach Berlin, Ziemann blieb in Gutengermendorf. Die Landeskirche startete ein drittes Ausschreibungsverfahren, in dem deutlich mehr Bewerbungen eingingen als in den ersten beiden Verfahren zusammen.

Info: Präsentationsgottesdienst von Susanne Graap mit Predigtnachgespräch und Aussprache, Sonntag, 21. Mai, 10.30 Uhr Domkirche.

Von André Wirsing

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