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Neue Kita in der Hausmannstraße

Brandenburg an der Havel Neue Kita in der Hausmannstraße

Ein großes Fischernetz legt sich über die drei Gebäudeteile – als solle es deren künftige Bewohner beschützen. So entsteht rings um den Trauerberg nach der 2013 errichteten Kita „Wellenreiter“ eine zweite spektakuläre Kindereinrichtung ganz in der Nähe. Ersonnen hat den Entwurf auch ein Brandenburger Architekt. Die Havelstädter dürfen gespannt sein.

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Nur das vordere Gebäude grenzt an die Hausmannstraße, die anderen beiden Häuser schließen sich an.

Quelle: Visualisierung: Braunschweig/Buttler

Brandenburg/H. Ein großes Fischernetz legt sich über die drei Gebäudeteile – als solle es deren künftige Bewohner beschützen. So entsteht rings um den Trauerberg nach der 2013 errichteten Kita „Wellenreiter“ eine zweite spektakuläre Kindereinrichtung ganz in der Nähe.

Ersonnen haben den Entwurf der Brandenburger Architekt Martin Braunschweig in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Rostocker Maik Buttler, der sich unter anderem auf Kitabauten spezialisiert hat. „ba²“ ist der Name der Arge für das „Fischernetz“.

„Wir haben ein Interessenbekundungsverfahren gestartet, daraufhin hatten sich 15 Büros beworben, mit Referenzen, Eignungsnachweisen und ersten Vorstellungen. Drei davon haben wir dann aufgefordert, Ideenkonzepte zu entwickeln. Die Arge hat sich durchgesetzt“, sagt Angelika Köhler, Chefin des städtischen Gebäude- und Liegenschaftsmanagements GLM.

Schwierig ist die Ausnutzbarkeit des Grundstücks, welches zwar viel größer als benötigt, aber unglücklich geschnitten ist. Nur knapp 26 Meter Straßenfront gibt es zur Hausmannstraße, das vordere Gebäude sollte dort mindestens zweigeschossig sein, dahinter sind die anderen beiden Gebäudeteile angeordnet. Spiel- und Bewegungsflächen auf dem geschützten Außengelände gibt es reichlich, auch eine Verbindung zu „Wellenreiter“ ist möglich. Die neue Kita soll ohnehin vom selben Betreiber – der LSB Sportservice – geführt werden. Das ist nicht nur prakrtisch für das Verteilen der Plätze für die Kinder und für das Personal, sondern kann auch andere Vorteile haben.

Noch ungeklärt sind bislang Fragen des Vorfahrens und Parkens für das Bringen und Abholen der Kinder. In der Hausmannstraße wird es kaum genügend Parkplätze geben. Vielleicht werden die Stellplätze der Nachbarkindertagesstätte mitgenutzt und es gibt einen Fußweg zum „Fischernetz“. Da müssen sich die Planer noch Gedanken machen.

„Ende Januar soll der Bauantrag fertig und eingereicht sein, wir rechnen mit einem Baubeginn im September oder Oktober 2017“, sagt Angelika Köhler. Die Förderbedingungen des Landes sehen vor, dass spätestens Ende August das Bauvorhaben fertiggestellt und abgerechnet sein muss. Für die geplante Investitionssumme von 2,84 Millionen Euro muss die Stadt faktisch kein eigenes Geld einsetzen. 90 Prozent der Summe kommen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm für finanzschwache Kommunen, das der Bund aufgelegt hat. Die restlichen zehn Prozent wären Eigenmittel der Stadt, sie nimmt das Geld aber aus den Zuweisungen des Finanzausgleichsgesetzes vom Land.

„Wir brauchen dringend unsere Kita-Neubauten und setzen auch alles daran, sie pünktlich fertigzustellen. Die Eltern haben Ansprüche auf die Kita-Plätze und das jüngst gesprochene höchstrichterliche Urteile hat sie darin auch noch bestätigt“, resümiert die GLM-Chefin. Die Stadt könne es sich nicht leisten, auch noch Entschädigungen zu zahlen.

Von André Wirsing

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