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Neue Stadtführung im Zeichen der Reformation

Brandenburg an der Havel Neue Stadtführung im Zeichen der Reformation

In einer szenischen Stadtführung zeigt Christian Heise Neugierigen, was in Brandenburg an der Havel in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts los war. Welche Auswirkungen hatte die Reformation auf die Bürger, auf die Landes- und auf die Stadtpolitik? Wie wandelten sich die Kirchen, innen und außen? Besonderes Schmankerl der Führung: Heises Kostüm.

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Luthers Thesen gehören dazu, wenn Christian Heise als Mönch aus dem Franziskanerkloster durch die Stadt Brandenburg führt.

Quelle: Annika Jensen

Brandenburg/H. Reformationsausstellungen, Reformationsgottesdienste, ein Reformationspfad: In Sachen Reformation hat die Stadt Brandenburg in diesem Jahr so einiges zu bieten. Ab Anfang Juli kommt nun eine thematische Stadtführung dazu. Christian Heise wird die Teilnehmer auf eine Reise durch die Innenstadt jener Zeit nehmen. Als Franziskanermönch verkleidet schildert er die Umbrüche durch die Reformation, wie sie sich in Brandenburg abgespielt haben.

„Uns ist es wichtig, die Führung nicht so trocken zu gestalten“, sagt Dirk Forberger von der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft (STG), die die kostenlose Führung anbietet. „Wir wollen eine Symbiose finden zwischen schauspielerischen Elementen und historischen Daten und Fakten – insbesondere Brandenburg an der Havel betreffen.“ Christian Heise ergänzt: „Als Franziskaner repräsentiere ich eine Gruppe von Menschen, die zu jener Zeit absolut gegen die Ideen Luthers war.“

Er möchte einen Mönch zeigen, der in großem persönliche Konflikt stehe. „Im Jahr 1560 wandere ich durch Brandenburg und bin eigentlich dem alten Glauben verhaftet“, erläutert er seine Figur. „Zugleich bin ich offen für die Reformen, allerdings nicht so radikal, wie Luther es war.“ Mit diesem inneren Kampf und dem Für und Wider möchte er auch seine Besuchergruppen herausfordern und sie dazu ermuntern, ebenso Stellung zu beziehen.

Die Führung beginnt am Tastrelief auf dem Neustädtischen Markt. Es geht zur Katharinenkirche, zum Flakowski-Geschäftshaus, Franziskanerkloster, Altstädtischen Rathaus und zum Schluss zur Gotthardtkirche. An den verschiedenen Stationen berichtet der Mönch Christian Heise über die Einflüsse der Reformation auf die unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereiche der Stadt.

Zu Beginn widmet er sich zunächst Martin Luther. Wer war er als Mensch? Wer war er als Reformator? Auch die flächenbrandartigen Entwicklungen der Reformation allgemein beschreibt Heise bevor die Führung richtig los geht.

Nach einem symbolischen Thesenanschlag an der St. Katharinenkirche geht Heise der Frage nach: was hat die Reformation mit den Bürgern gemacht, was mit der Landespolitik und was mit der Stadtpolitik? Am Ende steht er mit seiner Gruppe vor der Gotthardtkirche, einem Paradebeispiel der reformierten Kirche. Was änderte sich an den Kirchenbauten – innen und außen?

Die Brandenburger und Besucher der Stadt können sich in jedem Fall auf eine ungewöhnliche Stadtführung einstellen. Denn sie werden nicht einfach mit Informationen berieselt. „Ich werde mit den Publikum interagieren und spielen“, sagt Heise.

Termine: jeweils Freitag, 7. Juli, 4. August, 8. September, 22. September, 13. Oktober, 31. Oktober um 17 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Von Annika Jensen

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