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Brandenburg/Havel Neue Therapieform: Frei sein durch Tanzen
Lokales Brandenburg/Havel Neue Therapieform: Frei sein durch Tanzen
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08:20 15.06.2016
Maren Werner Quelle: Christoph Kuenne
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Brandenburg/H

„Tanzen heißt frei sein“, sagt Maren Werner und ihre Augen leuchten dabei. Augen, die nicht ausweichen und den Kontakt ihres Gegenübers suchen. „Ich wollte schon immer Therapeutin werden“, erzählt die 31-jährige Diplom-Sozialpädagogin. Während des Studiums ist ihre Liebe zum Tanz gewachsen und über eine spezielle Ausbildung hat sie Tanz und Therapie vereint. Dass sie die Bewegung als Ausdrucksform liebt, zeigt sie auch seit einigen Jahren im Kreis der Brandenburger Capoeiristas, die sich dem brasilianischen Kampftanz verschrieben haben.

Aber was genau bedeutet Tanztherapie? Muss man krank sein, um sich für einen Kurs anzumelden oder muss man tanzen können? „Nein, man muss nicht tanzen können“, sagt sie mit ihrer warmen einfühlsamen Stimme, aber man müsse „Bewegung zulassen und offen sein“. In anderen Ländern gehöre es beinahe schon zum guten Ton, einen Therapeuten zu haben. Das habe nicht gleich etwas mit krank sein zu tun, erklärt sie.

Das eigene Selbstwertgefühl stärken, eine bessere soziale Kompetenz erzielen oder Krisensituationen besser bewältigen, sind nur einige Beispiele, die sie aufzählt. Erfahrungen hat die Tanztherapeutin sowohl im Ausland, sie arbeitete in Indien und Marokko, als auch bei der Arbeit in der Gemeindenahen Psychiatrie, im Suchtbereich und zuletzt im Kinder- und Jugendbereich der Brandenburger Asklepiosklinik gesammelt. Nun hat sich Maren Werner als Tanztherapeutin in Brandenburg an der Havel selbstständig gemacht und bietet Einzel- und Gruppentermine, sowie Mini- und Intensiv-Workshops an. Seit dem 2. Juni ist sie im Studio 9 auf der Dominsel zu finden.

Die Heilpraktikerin Cilli Hoffmann hat das Studio 9 neu eröffnet und es passend zur Adresse, den Domlinden 9, benannt. Sie bietet dort Yogakurse und Massagen an. Maren Werner nutzt die Räumlichkeiten des Studios auf dem Dom als Mieterin. Aber scheuen sich denn die Menschen nicht, Gefühle und Emotionen zu vertanzen?

„Barrieren gibt es natürlich“, räumt die junge Frau mit einem sanften Lächeln ein. Dabei gewöhnt man sich ganz nebenbei an ihren ruhigen, aber unablässigen Blick, der immer mehr Vertrauen einflößt. „Dies hier ist ein geschützter Raum, hier darf alles sein“, erklärt sie. Dazu gehören authentische Bewegungen, pure Emotionen, das Abtauchen in den eigenen Körper, das Erspüren eigener Impulse, die im Alltag oft verloren gehen. Trotz aller Freiheit gebe es aber Themen und Anleitungen, mal mit Musik, aber auch ohne.

Dann ist sie sicherlich in der Lage, in den Bewegungen der Menschen zu lesen? Ihr Lächeln wird noch größer und sie sagt: „Der Körper kann nicht lügen.“ Auch an einer kleinen wackelnden Fußspitze äußere sich zum Beispiel das Seelenleben. „Viele Menschen merken es selbst nicht so bewusst, aber ich sehe in ihren Bewegungen, was passiert und dass sich etwas löst.“ Anschließend finde natürlich ein Gespräch statt.

Doch ihre Tanztherapie eignet sich nicht nur als Individualangebot für Privatpersonen. Sie besucht auch Institutionen, Einrichtungen und Unternehmen. Spannend klingt zum Beispiel auch: „Eine bewegte Mittagspause, die Psychohygiene für Zwischendurch.“ Sogar Tanzreisen bietet die Brandenburgerin an. Es ist ihre Einladung an die Teilnehmer an der Küste Portugals „nach der inneren Kraft zu suchen“.

Kontakt unter www.Tanzträume-Tanztherapie.de.

Von Ina Schidlowski

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