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Neuendorfer Sand wird nicht gebraucht

Nutzung als Flüchtlingsheim ungewiss Neuendorfer Sand wird nicht gebraucht

Derzeit ist offen, was aus der vorgesehenen Sammelunterkunft im Neuendorfer Sand in Brandenburg werden soll, auch wenn vor dem ehemaligen Lehrlingswohnheim ein Bauschild steht. „Trotz mehrfacher Anfrage liegen uns keine Informationen zum Zeitplan und zum Stand der Bauarbeiten vor“, teilt der zuständige Beigeordnete Wolfgang Erlebach (Linke) mit.

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Gülke gibt umjubelten Einstand

Das wird wohl nichts, jedenfalls wahrscheinlich keine Unterkunft für Asylbewerber: die Baustelle am Neuendorfer Sand.
 

Quelle: J. Steiner

Brandenburg/H.  Derzeit ist ungewiss, was aus der vorgesehenen Flüchtlingsunterkunft im Neuendorfer Sand werden soll. Zwar steht vor dem ehemaligen Lehrlingswohnheim ein großes Bauschild, doch bezugsfertig ist das Gebäude ganz und gar nicht. „Trotz mehrfacher Anfrage liegen uns keine Informationen zum Zeitplan und zum Stand der Bauarbeiten vor“, teilt der zuständige Beigeordnete Wolfgang Erlebach (Linke) mit. Er würde den Vertrag gern rückabwickeln und auf das Gebäude verzichten.

Als Investor und Bauherr im Neuendorfer Sand 33 firmiert die Berliner Firma Juwelus Sieben Liegenschafts GmbH & Co. KG, die Vertragspartner der Stadt ist. Am 24. Juni des vergangenen Jahres hatten die Stadtverordneten beschlossen, das einstige Wohnheim als Gemeinschaftsunterkunft von Asylbewerbern und ausländischen Flüchtlingen zu einem Mietpreis von 7,44 Euro pro Quadratmeter mindestens zehn Jahre lang zu mieten. Hundert Plätze waren vorgesehen. Vor allem Flüchtlingsfamilien sollten dort wohnen. Knapp 300 000 Euro Landes- und Stadtmittel wollte die Kommune zur Sanierung beisteuern zu der Gesamtinvestition in Höhe von knapp einer Million Euro..

Vereinbart ist jedoch, dass die Vermietung spätestens sechs Monate nach Erteilung der Baugenehmigung beginnt. Das wäre in diesem März und dürfte als Termin kaum zu halten sein. Die Verwaltung wäre offenkundig nicht traurig, wenn das Geschäft nicht zustande käme.

Knapp 1400 Plätze in Sammelunterkünften

833 Menschen, die als Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gelten, lebten im Januar 2016 in der Stadt Brandenburg. Hinzu kommen Leistungsberechtigte nach dem SGB II sowie Flüchtlinge ohne Leistungsbezug. Wie hoch deren Zahl ist, weiß die Sozialverwaltung nicht.

Knapp 1400 Plätze für Flüchtlinge gibt es derzeit in Sammelunterkünften der Stadt oder wird es in absehbarer Zukunft geben. Davon sind 276, mit Ausnahmegenehmigung sogar 293 Plätze in der Flämingstraße, 125 in der Fohrder Landstraße und 960 bis 990 Plätze in der Rolandkaserne. Nicht eingerechnet sind die angemieteten Einzelwohnungen für Flüchtlinge.

Ob mit einer Vollauslastung der Rolandkaserne zu rechnen ist, vermag Wolfgang Erlebach nicht vorherzusagen. „Derzeit gibt es keine Prognosen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, insofern ist keine Aussage dazu möglich“, teilt der Beigeordnete mit.

Denn seit Ende Dezember sieht das Land von sogenannten Not-Zuweisungen in die Kommunen ab, so dass seit Januar keine neuen Flüchtlinge mehr nach Brandenburg an der Havel gekommen sind, wie Erlebach erklärt. Die Kapazität der Gemeinschaftsunterkunft Rolandkaserne erscheine deshalb derzeit als zunächst ausreichend. Der Beigeordnete weist darauf hin, dass darüber hinaus seitens der Wobra zahlreiche weitere Wohnungen hergerichtet werden, die dann zweckgebunden für Asylbewerber mit gesicherter Bleibeperspektive zur Verfügung stehen.

Die ersten Flüchtlinge sollen in den nächsten Tagen in die Rolandkaserne umziehen, wo am Ende 960 bis 990 Plätze zur Verfügung stehen werden. Aktuell sind es 320 Plätze, weitere 320 kommen zum 1. April 2016 hinzu. Dorthin verlegt werden Menschen, die bisher in Notunterkünften lebten, laut Erlebach 50 Flüchtlinge von der Regattastrecke, 60 Personen aus dem ehemaligen Schuldgebäude am Nicolaiplatz, 80 aus der Hafenstraße in Kirchmöser und 90 aus der Sophienstraße. Betreiber ist wie in der Flämingstraße mit ihren 276 Plätzen das Rote Kreuz (DRK).

Alle Notfallunterkünfte werden zunächst aufgelöst, erläutert Erlebach. Wenn Prognosen vorliegen, entscheide die Verwaltung, ob und wie sie womöglich zu „reaktivieren“ sind. Das Gebäude in der Sophienstraße kommt demnach am ehesten für eine solche Reaktivierung in Frage.

Von Jürgen Lauterbach

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