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Neuer Abizweig in Lehnin zweigt Schüler ab

Wechsel nach der Grundschule Neuer Abizweig in Lehnin zweigt Schüler ab

Durch den neuen Abiturzweig in Lehnin ist das Brandenburger von-Saldern-Gymnasium für Schüler aus der ländlichen Region weniger interessant geworden. Neu ist auch, dass das Bertolt-Brecht-Gymnasium von deutlich mehr Schülern als Erstwunsch genannt wurde als die altehrwürdige Saldern-Schule.

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Das Saldern-Gymnasium von außen.

Quelle: Heike Schulze

Brandenburg/H. Mit dem nach Jahren wieder eingerichteten Abiturzweig in Lehnin gibt es neue Impulse für das Anwahlverhalten der Schüler in der gesamten Region. Die Folge ist ein Rückgang der Siebtklässler am Brandenburger von-Saldern-Gymnasium.

Das bestätigte dessen Rektor Thomas Reuß: „Das spielt ganz klar eine Rolle, wir haben traditionell viele Schüler bisher aus dem Umland. Von den dortigen Grundschulen kommen in diesem Jahr nicht so viele Kinder wie sonst. Natürlich findet eine Umverteilung statt.“

Meldete die Schule im Jahr 2014 noch 102 neue Schüler, sind es im neuen Schuljahr nur noch 87. Hinzu kommen noch die 27 Schüler der Leistungs- und Begabtenklasse, die bereits seit der fünften Klasse auf das Gymnasium gehen. An der Lehniner Oberschule Heinrich Julius Bruns haben sich 88 künftige Siebtklässler angemeldet.

Das vormals beliebteste Gymnasium in der Stadt hat auch diesen Rang verloren. 101 Jungen und Mädchen nannten das Bertolt-Brecht-Gymnasium als Erstwunsch, beim von Saldern waren es 75 Kinder.

Schulrätin Janina Kolkmann zufolge werden am von Saldern und am Brecht-Gymnasium vier siebte Klassen neu eingerichtet. Am von Saldern läuft als fünfte noch die aufgewachsene Leistungs- und Begabten-Klasse mit. Die Kapazitäten am Brecht-Gymnasium seien ausgeschöpft, so Kolkmann. Das Dom-Gymnasium in freier Trägerschaft meldet für das kommende Schuljahr 58 neue Siebtklässler. Damit hat sich das Dom-Gymnasium nach dem Einbruch von Anmeldungen für das Schuljahr 2015/16 mit nur 37 Kindern wieder zahlenmäßig erholt.

Bei den Oberschulen ist jene in Nord am beliebtesten. Dort besuchen ab September 101 Siebtklässler vier Parallelklassen. Die Nicolaischule und die Tschirch-Schule werden dreizügig sein. 72 Schüler werden ab Herbst neu die Tschirch-Schule besuchen, das entspricht genau der Zahl der maximalen Belegung. In der Nicolai-Schule werden 66 Jungen und Mädchen auf drei parallele siebte Klassen verteilt. „Einzelne Plätze stehen nur noch in Kirchmöser zur Verfügung“, sagt Schulrätin Kolkmann. An der dortigen Berufsorientierten Oberschule meldeten sich 22 Kinder mit Erstwunsch an. Insgesamt werden dort zweizügig 48 Siebtklässler nach den Sommerferien beschult.

Damit werden ab dem September 276 Siebtklässler an den Oberschulen in Brandenburg an der Havel sein und 273 an den drei Gymnasien. Saldern-Leiter Reuss zufolge zeichnet sich der Trend ab, dass immer mehr Eltern ihre Kinder zunächst auf eine Oberschule schicken, ums sie anschließend auf einem Oberstufenzentrum nach der Klasse 13 erst das Abitur machen zu lassen. „Das kann man aus Elternsicht durchaus nachvollziehen“, so Reuss.

Er sei gespannt, ob es im Land Brandenburg bald dazu eine politische Diskussion über Abitur nach der 12. oder 13. Klasse geben werde. Im Land Brandenburg gibt es dazu beide Möglichkeiten. Andere Bundesländer, die das Abitur in den 2000er Jahren nach Klasse 12 neu eingeführt haben wie Niedersachsen sind wieder zum Regelabitur nach 13 Schuljahren zurückgekehrt.

Von Marion von Imhoff

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