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Brandenburg/Havel Neuer Freitagstreff soll Umsatz steigern
Lokales Brandenburg/Havel Neuer Freitagstreff soll Umsatz steigern
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10:37 06.06.2017
Die Visitenkarten sollen weiter ausgetauscht werden, die Mitglieder empfehlen ihre Clubkollegen.   Quelle: Jürgen Lauterbach
Brandenburg/H

 Im neuen Unternehmerclub in Brandenburg/Havel darf und soll sogar über Geld und Umsatz gesprochen werden. Sinn und Zweck der BNI-Netzwerkorganisation bestehen darin, dass die Mitglieder durch wöchentliche Treffen einander gut kennen und schätzen lernen – so gut, dass sie ihre Unternehmerkollegen im eigenen Umfeld mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Da das Empfehlungsgeschäft auf Gegenseitigkeit beruht, sollen mehr Umsatz und bessere Aufträge für alle dabei herausspringen.

 Seit dem 21. April gibt es in Brandenburg/Havel den „Chapter Vicco von Bülow“ des weltweit aktiven Franchise-Unternehmens BNI, das in regionalen Gliederungen Unternehmer zusammenführt und auf Basis eines Marketingprogramms wechselseitige Unterstützung fördern will.

 „Das Ziel ist mehr Umsatz durch neue Kontakte und Geschäftsempfehlungen“, sagt der Potsdamer BNI-Regionaldirektor Christian Anger. Nach seinen Worten hat BNI durch seine Art des Netzwerkens im deutschsprachigen Raum mehr als 800 Millionen Euro Umsatz für seine Mitglieder erreicht.

Mit 21 Mitgliedern hat sich die Brandenburger Untergliederung am 21. April gegründet. Für diesen Freitag hatten sie weitere Gäste zur öffentlichen Vorstellung im Brandenburger Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) eingeladen.

Unter den Mitgliedern sind Handwerker und Anwälte, Geld-, Koch- und Backdienstleister (Caterer), Bestatter und Pflegeunternehmer, Immobilienwirte und Landschaftsgärtner. Grundsatz ist, dass in jedem Team wie diesem Brandenburger jede Fachrichtung nur einmal vertreten ist, um den Mehrumsatzvorteil exklusiv zu halten.

Hans-Jürgen Chemnitz aus Prützke, spezialisiert auf die Bearbeitung historische Fassaden wie der Wiemannwerft und der Alten Post am Molkenmarkt. Er ist zwar gut eingedeckt mit Aufträgen, vor allem in Berlin. Aber er möchte mehr im Raum Brandenburg machen und dadurch nicht zuletzt Kosten reduzieren. Einen Erfolg gab es schon. „Ich habe auf einem unserer Treffen einen Architekten getroffen, wir kamen ins Gespräch und am Ende hatte ich einen Auftrag mehr“, erzählt der Firmenchef.

„Auftrag ist nicht gleich Auftrag“, sagt auch Oliver Miethig, Chef der Elektrotechnik Brandenburg. Er hatte länger gezögert, ob es sich für ihn lohnt, BNI-Mitglied zu werden und jeden Freitag Zeit für die wöchentlichen Treffen freizuschaufeln. Zumal Elektriker aktuell bekanntlich stark nachgefragt sind.

Aber zum einen möchte Miethig seine Firma noch stärker auf individuelle Arbeiten wie Lichtgestaltung und „Smart-Homes“ (intelligente Häuser) ausrichten. Zum anderen weiß er: „Wenn einmal ganz kurzfristig ein Auftrag wegbrechen sollte, sind da 20 oder 30 Leute, die sich für mich umhören.“

Eva Weging hat durch ihre Mitgliedschaft im jungen Netzwerk bereits neue Kontakte geknüpft, etwa zu Jugendämtern. Das ist in Zeiten vieler Flüchtlinge wichtig für die Chefin des Acta-Dolmetscherdienstes. Volker Lammers, Verkaufsleiter im Autohaus M&S, berichtete seinen Teamkollegen, dass er durch Netzwerk-Kontakte in Potsdam im vergangenen Jahr 15 bis 20 Autos mehr verlauft habe.

Damit in den freitäglichen Treffen frühmorgens von 7 bis etwa 8.30 Uhr alle zu Wort kommen, erklären dle Mitglieder und ihre jeweiligen Gäste knapp, welchen Nutzen ihre Firma für andere hat. Die Redezeit ist auf eine Minute begrenzt. Durch die Regelmäßigkeit der Zusammenkünfte sollen die Kenntnisse über die jeweiligen Firmen und ihre Menschen ebenso wachsen wie dass Vertrauen als Basis für die Weiterempfehlungen.

So erfuhren die Zuhörer am Freitag zum Beispiel von Heiko Klischke, dass seine Plauer Garten und Landschaftsbaufirma derzeit den denkmalgeschützten bisher verwilderten Park der Villa Henckel in Potsdam für den Eigentümer, Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner, gestaltet.

Christian Schallert stellte sich vor als „ziemlich bester Freund“. Die Anlehnung an den französischen Film „Ziemlich beste Freunde passt. Schallert ist nämlich Chef des Pflegedienstes Percurana. Und von Monika Schneider, dass sie auf Bestellung Kuchen und Torten backt für Firmen und Privatleute. Ihre Visitenkarte haben sich gleich mehrere der Anwesenden gut weggesteckt.

Von Jürgen Lauterbach

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