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Neuer Kantor gibt erstes Konzert in Lehnin

Premiere in der Klosterkirche Neuer Kantor gibt erstes Konzert in Lehnin

Die Musik Bachs gab dem Premierenkonzert von Gerhard Oppelt einen festlichen Rahmen. Knapp 100 Gemeindemitglieder und Gäste nutzten am Sonntagnachmittag in der Lehniner Klosterkirche die Gelegenheit, um dem Neuen zuzuhören. Die Faszination für die Musik aus der Zeit zwischen 1600 und 1750 begleitet den Kantor schon lange.

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Der neue Gemeinde- und Kreiskantor Gerhard Oppelt an der Truhenorgel

Quelle: Christine Lummert

Lehnin. Knapp 100 Gemeindemitglieder und Gäste nutzten in der Lehniner Klosterkirche die Gelegenheit, um dem Neuen zuzuhören. Seit einigen Wochen ist Gerhard Oppelt nicht nur als Kantor für die Lehniner St. Marienklosterkirchgemeinde zuständig. Zur Frühjahrssynode des Evangelischen Kirchenkreises Brandenburg-Mittelmark wurde er auch zum Kreiskantor für die ganze Region berufen.

Oppelt blickt auf eine langjährige Tätigkeit als Kirchenmusiker in Berlin zurück. Seit 1980 war er als Kantor in den Berliner Bezirken Wilmersdorf und Charlottenburg tätig und hat während dieser Zeit zahlreiche Projekte und Ensembles aufgebaut und betreut. Bis heute leitet er den Berliner Figuralchor und den Cantores minores, den Kinder- und Jugendchor für alte Musik.

Im September startet Oppelt auch in Lehnin mit der Chorarbeit. Die „Singschule Kloster Lehnin“, die in Kooperation mit der Lehniner Schule startet, gibt Kindern ab der ersten Klasse die Gelegenheit, sich beim Singen auszuprobieren. Zum 1. Advent sollen die Kinder dann zusammen mit der Lehniner Kantorei in der Klosterkirche einige Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach erklingen lassen.

Die Musik Bachs gab auch dem Premierenkonzert von Gerhard Oppelt am Sonntag einen festen Rahmen. Die Faszination für die Musik aus der Zeit zwischen 1600 und 1750 begleitet den Kantor schon lange und mit Werken von herausragenden Verstretern dieser Zeit, wie Bach, Monteverdi und Schütz gastiert der Kirchenmusiker auch regelmäßig im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie.

Die große Schuke-Orgel der Klosterkirche, die im vergangenen Jahr ihren 40. Geburtstag feierte, war am Sonntag nur für die Stücke Johann Sebastian Bachs reserviert, die Oppelt mit den Werken unbekannter Künstler aus der Barockzeit alternierte. Für die Musik von Johann Kaspar Kerll (1627-1693), Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621) und Michael Praetorius (1571-1621) hatte Gerhad Oppelt extra zwei kleine Instrumente des belgischen Orgelbauers Patrick Collon in die Klosterkirche mitgebracht. Das so genannte Orgelregal war auf der Empore aufgebaut, während eine Truhenorgel am Ende des Langhauses hinter den letzten Kirchenbänken stand. Die Instrumente wurden nach Vorbildern aus dem 17. Jahrhundert gebaut, um alte Musik authentisch zu Gehör zu bringen. „Lassen sie sich davon überraschen“, kündigte Oppelt an.

Besonders das Orgelregal produzierte einen etwas eigenwilligen Klang, auf dem Oppelt Kerrls Passcaglia zu Gehör brachte, während die Töne der Truhenorgel bei den Werken von Sweelinck und Praetorius durch das Gotteshaus schwebten und die Zuhörer begeisterten.

Von Christine Lummert

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