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Neuer Optikprofessor mit Kameraleidenschaft

Brandenburg an der Havel Neuer Optikprofessor mit Kameraleidenschaft

Vor knapp 20 Jahren hat er den Wettbewerb „Jugend forscht“ gewonnen. Vor zehn Jahren gründete der Kameraliebhaber das Unternehmen „greateyes“. Am 1. Mai tritt der Optikspezialist Martin Regehly seine Professur im Fachbereich der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) an.

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Martin Regehly stellt sich als neuer Professor der THB vor.

Quelle: IZBM

Brandenburg/H. Vor knapp 20 Jahren hat er den Wettbewerb „Jugend forscht“ gewonnen. Vor zehn Jahren gründete er in Berlin ein Unternehmen. Am 1. Mai tritt der Optikspezialist Martin Regehly seine Professur im Fachbereich der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) an.

Die Technische Hochschule sucht die Nähe zu Unternehmen, die im Geschäftsfeld Augenoptik und optische Gerätetechnik aktiv sind. Denn seit dem Wintersemester läuft der duale Studiengang mit dieser Ausrichtung. Geburtshilfe leistet der langjährige Maschinenbau-Professor Franz Eckhard Endruschat.

Inzwischen hat die THB zwei junge Professoren für die Forschung und Lehre auf dem Fachgebiet Augenoptik gewonnen. Nach Justus Eichstädt (34) aus Rathenow, der seine Professur bereits im März angetreten hat, folgt Martin Regehly (39) aus Berlin-Köpenick. Er ist mit seiner Familien bereits in die Brandenburger Altstadt gezogen, wie er am Donnerstag in der Auftaktveranstaltung „Zukunft Augenoptik/optische Gerätetechnik“, im Rittersaal der Hochschule berichtete. Den Brandenburger Studenten wird Regehly die physikalischen Grundlagen der Augenoptik näherbringen. Von Hause aus ist er Physiker, schon im Keller des elterlichen Eigenheims am Müggelsee hatte der Schüler sein Labor und bastelte an Kameras. Mehr Kameraerfahrung gewann der Physiker während seiner Zeit in Boulder/USA, wo er an den Kamerasystemen der Cassini-Raumsonde mitarbeitete.

Mit einem Partner gründete Regehly im Frühjahr 2008 das Unternehmen „greateyes“ (Großaugen). Die Gesellschaft entwickelt hochempfindliche wissenschaftliche Spezialkameras, die feinste Risse und Verunreinigungen in Solarzellen und Wafern aufspürt.

Das Unternehmen läuft nach den Worten des künftigen THB-Professors erfolgreich, erzielt mit inzwischen 15 Beschäftigten zwei Millionen Euro Jahresumsatz. Martin Regehly gibt die Geschäftsführung gleichwohl ab, lässt sein von Geschäftsflugreisen geprägtes Managerleben hinter sich, kehrt dem Müggelsee den Rücken und freut sich auf die Zukunft als Forscher und Hochschullehrer an der Havel. Künstliches Sehen und Linsensysteme sind Themengebiete, denen er sich an der THB widmen will.

16 junge Leute studieren derzeit im ersten Jahr im neuen Studiengang Augenoptik. Von ihnen haben sechs bereits eine einschlägige Berufserfahrung, wie Luise Micklitz von der THB berichtete. Vier sind gelernte Augenoptiker, zwei medizinische Fachangestellte in Augenkliniken gewesen. Die THB hofft, im nächsten Winter alle 25 Studienplätze zu besetzen.

Von Jürgen Lauterbach

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