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Brandenburg/Havel Neuer Pädagoge für die Gedenkstätte Zuchthaus
Lokales Brandenburg/Havel Neuer Pädagoge für die Gedenkstätte Zuchthaus
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18:02 15.02.2017
Der neue Gedenkstättenpädagoge Christian Marx will Schüler an die Geschichte des Zuchthauses Brandenburg-Görden heranführen. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Nach gut einjähriger Pause gibt es wieder einen Gedenkstättenpädagoge für die Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden. Der 51 Jahre alte Berliner Christian Marx wird dort Führungen, Projekte und Seminare für aus Brandenburg organisieren. Fürs erste bleibt die Gedenkstätte am historischen Hinrichtungsort aber noch geschlossen.

Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher, der Brandenburger Gedenkstättenstiftungsdirektor Günter Morsch und die Gedenkstättenleiterin Sylvia de Pasquale stellten Christian Marx am Mittwoch in Brandenburg/Havel vor. Er hat nach einer Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ein berufsbegleitendes Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin absolviert. Nach verschiedenen Tätigkeiten in der politischen Erwachsenenbildung war er freier wissenschaftlichen Mitarbeiter bei der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.

Seit 2014 hat Marx als Projektmitarbeiter der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde am Nicolaiplatz berufsspezifische Bildungsangebote für Pflege- und Sozialberufe sowie für ärztliche Berufe und Medizinstudenten entwickelt. Zuletzt war er am Aufbau gedenkstättenpädagogischer Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten beteiligt.

Im Unterschied zu seiner langjährigen Vorgängerin, der in die Lehrerfortbildung gewechselten Simone Janik, ist Christian Marx kein ausgebildeter Lehrer. Daher soll er in seiner Anfangszeit Kontakte zu Brandenburger Schulen aufbauen. Bis voraussichtlich Ende 2017 wird er kaum Gelegenheit haben, junge Leute durch die Ende der 1940er Jahre eingerichteten Gedenkräume zu führen, die sich innerhalb der heutigen Justizvollzugsanstalt auf dem Görden befinden. Denn zunächst wird erst einmal das ehemalige Direktorenwohnhaus als Gedenkstätte ausgebaut und anschließend die Dauerausstellung zur Geschichte des Strafvollzuges im ehemaligen Zuchthaus Brandenburg-Görden von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart eröffnet.

Christian Marx will sich seiner künftigen Aufgabe mit spannenden Projekten stellen. Sein erklärtes Ziel ist, Schüler an die selbstständige Arbeit mit historischen Quellen heranzuführen.

Die Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden erinnert an die tausenden Opfer der NS-Justiz, die im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet wurden oder inhaftiert waren. 2743 Menschen starben durch das Fallbeil, das dort noch immer zu sehen ist. Prominente Häftlinge waren Erich Honecker und Robert Havemann, die ihre Haftzeit überlebten. Nach 1945 war das Zuchthaus Brandenburg-Görden eine der größten Haftanstalten für politische Gefangene in der DDR.

Das Potsdamer Bildungsministerium wird die Stelle des Pädagogen finanzieren im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit der Gedenkstättenstiftung.

Von Jürgen Lauterbach

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