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Neuer Wirt im Rittergut: Ein Brandenburger übernimmt

Brandenburg an der Havel / Krahne Neuer Wirt im Rittergut: Ein Brandenburger übernimmt

Die Gemeinde Kloster Lehnin hat den mittlerweile fünften Pächter für das Gasthaus Rittergut Krahne gefunden. Es ist Jörg Lehmann, Betreiber des Wirtshauses an der Näthewinde in Brandenburg an der Havel. Über den Eröffnungstermin in Krahne hüllt er sich in Schweigen.

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Die Gaststätte Rittergut in Krahne.

Quelle: Burgen-und-Schlösser-net

Brandenburg/H./Krahne. Jörg Lehmann ist der neue und mittlerweile fünfte Pächter des Gasthauses Rittergut Krahne. Die Gemeinde Kloster Lehnin hat nach Angaben von Bürgermeister Uwe Brückner einen Pachtvertrag abgeschlossen. Lehmann bestätigte gegenüber der MAZ den Vertragsabschluss. Eröffnen möchte er nach eigenen Angaben im März oder April. „Es steht alles noch ein wenig in den Sternen.“

Jörg Lehmann betreibt seit 2012 das Wirtshaus an der Näthewinde in der Hammerstraße in Brandenburg. Er habe vor, beide Häuser zu betreiben. Aber auch da sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, so Lehmann. Verpächter dort ist der Ruderclub Havel Brandenburg RCHB. Es schien anfangs eine geglückte Verbindung zu sein, immerhin errang Jörg Lehmann zwei Meistertitel im Rudern, war später Trainer. Seine Frau Sandra Lehmann war DDR-Vizemeisterin in der Sportart.

So glücklich der Anfang schien, so erheblich knirscht es offenbar jetzt. So soll Jörg Lehmann mit seiner Pacht im Rückstand sein. „Es gibt ein Mahnverfahren“, heißt es aus gut informierten Kreisen. Eine offizielle Stellungnahmen lehnen Vorstandsmitglieder des RCHB dazu ab. Hinter vorgehaltener Hand heißt es: „Es läuft nicht mehr.“ Anwälte seien eingeschaltet. Das bestätigt Lehmann, betont aber: „Ich habe die Pacht immer gezahlt.“ Es gebe keine ausstehenden Beträge. „Aber es ist schwierig dort.“

Der Streit beschäftigt mittlerweile Anwälte

2012 war es ein verheißungsvoller Beginn, als die Lehmanns die Gaststätte des RCHB pachteten. Monate hatte der Verein damals einen Betreiber die Vereinsgaststätte gesucht. Die Lage ist traumhaft, durch die Näthewindebrücke dürfte es dem Restaurant nicht an Laufkundschaft fehlen. Hinzu kommen Wasserwanderer und die Vereinsmitglieder. Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste gibt es obendrein in dem historischen Fachwerkhaus. Doch es ist still geworden. Winterpause. Auf der Homepage des „Wirtshauses an der Näthewinde“ heißt es, dass von Oktober bis März nur nach Absprache geöffnet werde. Reservierungen und Vorbestellung seien sehr willkommen.

Für die Gemeinde Kloster Lehnin war es bisher mühselig mit der Verpachtung des aufwändig sanierten Gebäudes in Krahne. Das Gebäude gehört der Kommune und war das frühere Wirtschaftshaus des Gutes. Vor fast 20 Jahren wurde das direkt an der Ortsdurchfahrt gelegene Haus für 850 000 Euro schmuck hergerichtet. Anfangs war die Immobilie Gastronomie und Dorfgemeinschaftshaus in einem, seit einigen Jahren ist es ein reiner Gastronomiebetrieb mit rustikalem Flair.

Mindestlaufzeit von mindestens drei Jahren

Inhaberin des Rittergutes war Ines Krause. Doch Lehmanns Vorgänger zog sich im Herbst 2017 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Der neue Pachtvertrag sollte laut Ausschreibung eine Mindestlaufzeit von drei Jahren haben mit der Option der Verlängerung. Die monatliche Pacht lag danach bei 608 Euro kalt plus 360 Euro Nebenkosten.

Erfreut, dass es wieder einen neuen Pächter in Krahne gibt, sind Lutz Raschke und seine Frau Martina Breyer, Eigentümer des früheren Gutshauses, das direkt neben dem Gasthaus Rittergut liegt. Das Anwesen mit einer 1100 Quadratmeter großen Wohnfläche verwandeln sie derzeit zum Kulturstandort mit Hilfe von Fördermitteln und eröffnen dort im April ihre Galerie. „Wir haben mit Herrn Lehmann schon über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen“, sagte Lutz Raschke der MAZ.

Krahnes Ortsvorsteher Reinhard Siegel hoffte im November noch auf eine Eröffnung des Rittergutes Krahne im Dezember. Mehrere Interessenten habe es für die Pacht gegeben.

Von Marion von Imhoff

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