Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Festgehalten: Brandenburger Tram-Geschichte
Lokales Brandenburg/Havel Festgehalten: Brandenburger Tram-Geschichte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:24 23.11.2015
Frauen lernen, Weichen zu stellen: Im Zweiten Weltkrieg ersetzten Frauen jene Bahnfahrer und Schaffner, die in den Krieg gezogen waren. Quelle: Sammlung Jörg Schulze
Anzeige
Brandenburg/H

Die Straßenbahn als Ding, das bloß Menschen von hier nach dort bringt? Von wegen: In Brandenburg an der Havel führt die Straßenbahn die Menschen auch durch die Geschichte. Weil sie schon immer etwas Besonderes war, haben Fotografen zu allen Zeiten Stadtansichten mit Straßenbahnen geschaffen. Eine Auswahl haben Hans-Georg Kohnke, einst Leiter des Heimatmuseums, und Jörg Schulze, Chronist der Brandenburger Eisen- und Straßenbahn-Geschichte und Autor verschiedener Bücher, jetzt zusammen gestellt. „Die Straßenbahn in Brandenburg an der Havel“ heißt das 120 Seiten umfassende Buch, das am Mittwoch in dieser Woche offiziell vorgestellt werden soll.

Blick in die Brielower Straße um 1912. Quelle: Sammlung Jörg Schulze
Titelbild des neuen Buches Quelle: Sutton Verlag

Die Autoren spannen den Bogen von der Vor-Straßenbahn-Zeit bis in die Gegenwart. Der Blick in die Ritter- oder die Steinstraße ohne Gleise wirkt schon befremdlich. Es fehlt einfach etwas. Im Jahre 1897 entstand die erste Linie, die den Staatsbahnhof (heute Hauptbahnhof) mit dem Bahnhof Altstadt verband. Es folgten wenig später zwei weitere Linien, im Jahre 1911 der Umbau auf den elektrischen Betrieb und den Ausbau eines ansehnlichen Netzes, das schließlich die Vororte Plaue und Kirchmöser mit der Havelstadt verband.

Um 1935: Die Elektrische biegt auf dem Neustädtischen Markt. Quelle: Sammlung Jörg Schulze

Aus allen Epochen holen Kohnke und Schulze Fotografien heraus, haben sich allerdings bei der Auswahl eher auf seltene Motive verlegt. Ein Blick in die Brielower Straße zeigt: Auch hier fuhr einst die Tram. 1911 war die Grüne Linie zum Altstädtischen Markt und bis zur Brielower Straße verlängert worden. Doch schon drei Jahre später gaben die Verkehrsbetriebe diesen Abschnitt wieder auf. Die Scheinen waren noch lange Zeit später zu sehen. Rar ist auch ein Blick in die Hohenzollernstraße (heute Karl-Marx-Straße) aus der Zeit nach 1935. Da folgt das Gleisbett noch der Hohenzollernstraße und führt geradewegs zum Opel-Gelände. Heute steht darauf unter anderem die neue Feuer- und Rettungswache.

Kurz nach der Wende entstand die neue Gördenbrücke, rechts die alte. Quelle: Jörg Schulze

Für Freunde besonderer Fotos ist das Buch ein schöner Überblick, den Straßenbahn-Enthusiasten, die ihren Respondek und Schulze im Bücherregal haben, bietet das Werk das Kapitel mit der aktuellen Entwicklung. Dazu gehören die Nachtaufnahmen, die Jörg Schulze vom Einsetzen der beiden neuen gebrauchten Niederflur-Straßenbahnen im vergangenen Jahr geschossen hat.

info: Das Buch kostet 19,99 Euro und wird am Mittwoch, 25. November, um 12 Uhr bei Thalia in Brandenburg/Havel vorgestellt.

Von Heiko Hesse

In der Pubertät betreten Jugendliche „absolutes Neuland“, in dem sie ihre Selbstständigkeit entwickeln. Wenn der Körper sich verändert, Herausforderungen warten wie Sex und Liebe, kann die Schule auch mal „nicht so wichtig“ sein, sagt Kinderpsychiatrie-Chefärztin Annegret Eckhart-Ringel am Mittwoch vor gut 100 Besuchern im Asklepios Klinikum.

20.11.2015

Stefanie Lippold ist die neue Standesbeamtin in Wusterwitz. Die 26-Jährige, die aus dem Ort stammt, kehrt nach beruflichen Stationen in Berlin und Potsdam in ihre Heimat zurück. Sie tritt die Nachfolge von Ellen Recknagel-Bremer an, die in Wusterwitz 33 Jahre lang Standesbeamtin war. Im Amt ist sie auch noch für drei weitere Sachgebiete zuständig.

23.11.2015
Brandenburg/Havel Dieses Ehrenamt ist Herzenssache - Rentner leiten Kinder ins Leben

Sie sind älter als 70 Jahre und könnten einen betulichen Ruhestand genießen. Gerda Hartmann und Hans Gunter Treue aber wollen genau das gerade nicht. Die beiden ehrenamtlichen Schulmediatoren helfen Kindern der Luckenberger Grundschule in Brandenburg an der Havel, friedlich zusammen zu leben. Und erzählen Berührendes.

23.11.2015
Anzeige