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Festgehalten: Brandenburger Tram-Geschichte

Aus der Perspektive der Straßenbahn Festgehalten: Brandenburger Tram-Geschichte

„Die Straßenbahn in Brandenburg an der Havel“ heißt ein 120 Seiten umfassendes Buch, das am Mittwoch in dieser Woche offiziell vorgestellt werden soll. Vollgepackt mit bemerkenswerten Fotos bietet es dem Leser eine Reise durch die Zeiten.

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Frauen lernen, Weichen zu stellen: Im Zweiten Weltkrieg ersetzten Frauen jene Bahnfahrer und Schaffner, die in den Krieg gezogen waren.

Quelle: Sammlung Jörg Schulze

Brandenburg/H. Die Straßenbahn als Ding, das bloß Menschen von hier nach dort bringt? Von wegen: In Brandenburg an der Havel führt die Straßenbahn die Menschen auch durch die Geschichte. Weil sie schon immer etwas Besonderes war, haben Fotografen zu allen Zeiten Stadtansichten mit Straßenbahnen geschaffen. Eine Auswahl haben Hans-Georg Kohnke, einst Leiter des Heimatmuseums, und Jörg Schulze, Chronist der Brandenburger Eisen- und Straßenbahn-Geschichte und Autor verschiedener Bücher, jetzt zusammen gestellt. „Die Straßenbahn in Brandenburg an der Havel“ heißt das 120 Seiten umfassende Buch, das am Mittwoch in dieser Woche offiziell vorgestellt werden soll.

Blick in die Brielower Straße um 1912

Blick in die Brielower Straße um 1912.

Quelle: Sammlung Jörg Schulze
Titelbild des neuen Buches

Titelbild des neuen Buches

Quelle: Sutton Verlag

Die Autoren spannen den Bogen von der Vor-Straßenbahn-Zeit bis in die Gegenwart. Der Blick in die Ritter- oder die Steinstraße ohne Gleise wirkt schon befremdlich. Es fehlt einfach etwas. Im Jahre 1897 entstand die erste Linie, die den Staatsbahnhof (heute Hauptbahnhof) mit dem Bahnhof Altstadt verband. Es folgten wenig später zwei weitere Linien, im Jahre 1911 der Umbau auf den elektrischen Betrieb und den Ausbau eines ansehnlichen Netzes, das schließlich die Vororte Plaue und Kirchmöser mit der Havelstadt verband.

Um 1935

Um 1935: Die Elektrische biegt auf dem Neustädtischen Markt.

Quelle: Sammlung Jörg Schulze

Aus allen Epochen holen Kohnke und Schulze Fotografien heraus, haben sich allerdings bei der Auswahl eher auf seltene Motive verlegt. Ein Blick in die Brielower Straße zeigt: Auch hier fuhr einst die Tram. 1911 war die Grüne Linie zum Altstädtischen Markt und bis zur Brielower Straße verlängert worden. Doch schon drei Jahre später gaben die Verkehrsbetriebe diesen Abschnitt wieder auf. Die Scheinen waren noch lange Zeit später zu sehen. Rar ist auch ein Blick in die Hohenzollernstraße (heute Karl-Marx-Straße) aus der Zeit nach 1935. Da folgt das Gleisbett noch der Hohenzollernstraße und führt geradewegs zum Opel-Gelände. Heute steht darauf unter anderem die neue Feuer- und Rettungswache.

Kurz nach der Wende entstand die neue Gördenbrücke, rechts die alte

Kurz nach der Wende entstand die neue Gördenbrücke, rechts die alte.

Quelle: Jörg Schulze

Für Freunde besonderer Fotos ist das Buch ein schöner Überblick, den Straßenbahn-Enthusiasten, die ihren Respondek und Schulze im Bücherregal haben, bietet das Werk das Kapitel mit der aktuellen Entwicklung. Dazu gehören die Nachtaufnahmen, die Jörg Schulze vom Einsetzen der beiden neuen gebrauchten Niederflur-Straßenbahnen im vergangenen Jahr geschossen hat.

info: Das Buch kostet 19,99 Euro und wird am Mittwoch, 25. November, um 12 Uhr bei Thalia in Brandenburg/Havel vorgestellt.

Von Heiko Hesse

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