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Brandenburg/Havel Neues Leben für die alte Brennabor-Galerie
Lokales Brandenburg/Havel Neues Leben für die alte Brennabor-Galerie
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00:17 09.05.2016
Christian Kneisel Quelle: Johann Müller
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Brandenburg/H

Er ist wieder da. Christian Kneisel, der langjährige Intendant des Brandenburger Theaters, will der Kultur in der Stadt wieder etwas auf die Sprünge helfen und hat sich daher eines alten Steckenpferdes von sich besonnen: Der Galerie Brennabor. Vom 13. Mai bis zum 25. Juni wird in der Galerie eine Ausstellung gezeigt, die den Titel „ Art:Ich!“ trägt. In der Galerie in der Geschwister-Scholl-Straße werden dann die neuste Arbeiten in den Genres Malerei, Fotografie, Skulptur, Buchkunst sowie Objekte und Installationen einiger bekannte Brandenburger Künstler gezeigt. Das sind: Thomas Barttel, Jan Beumelburg, Dietmar Block, Ana Finta, Jeannette Goldmann, Dirk Harms, Constanze Kreiser, Wolfgang Kießler, Jutta Pelz, Nora Schlecht, Knuth Seim und Uwe Sernow-Rose.

Freunsdeskreis ist gefordert

Nachdem Theaterchef Jörg Heyne die Betreibung der Kunsthalle Brennabor gekündigt hatte und auch der Kulturbeigeordneten Wolfgang Erlebach dies als Theateraufsichtsratschef nicht verhinderte, ist seit Anfang 2016 wieder die Stadt Brandenburg an der Havel für die Galerie zuständig. Der Kulturmanager der Stadt Tim Freudenberg, hatte frühzeitig signalisiert, er freue sich auf Vorschläge und Impulse des neu gegründeten Freundeskreises für die Kunsthalle Brennabor und wolle gerne mit ihm zusammen die weitere Entwicklung der Galerie vorantreiben.

Riesterbehörde zieht in Brennaborhöfe

Wie berichtet, werden die Brennaborhöfe derzeit für die Riesterbehörde umgebaut, die von der Potsdamer Straße in die Geschwister-Scholl-Straße ziehen will. Die Galerie könnte dennoch erhalten bleiben. Zum einen ist die Galerie-Etage mit Fördermitteln ausgebaut worden, zum anderen hat das Kulturministerium deutlich gemacht, dass es auf die Weiterführung der Galerie dringt und dafür zusätzliche Geld bereitsstellen wird.

In der Folge der Zusage hatten Freudenberg und der Förderverein Ideen für die Weiterentwicklung der Kunsthalle Brennabor als der Ort für aktuelle Kunst in Brandenburg in einem Konzept für Ausstellungen, Symposien und Veranstaltungen gebündelt. In der ersten Ausstellung unter dem Titel Art:Ich sollen auf Vorschlag des Kulturbeirates der Stadt Brandenburg an der Havel Werke wichtiger Brandenburger Künstler präsentiert werden. Dieses Projekt könnte den Auftakt für eine auf mehrere Jahre angelegte Serie von Ausstellungen mit in der Stadt lebenden professionellen Künstlern bilden, die sich möglichst mit aktuellen noch nicht ausgestellten Werken beteiligen, heißt es aus dem Kulturbeirat.

Kneisel hat Hilfe angeboten

Christian Kneisel wird diese Ausstellung koordinieren und den Künstlern beratend zur Verfügung stehen, teilt die Stadtverwaltung mit. Seine Erfahrungen werde er auch für die weiteren Ausstellungsvorhaben im Jahr 2016 einbringen. Seine Handschrift trägt schon der Slogan zur Ausstellung: „Brandenburg an der Havel verfügt mit seiner vielfältigen wie aufregenden Künstlerszene über einen ganz besonderen Schatz. Bei aller Unterschiedlichkeit – gehorsam, epigonal, zahm, also artig/artich ist keine(r) der hiesigen Künstlerinnen und Künstler. Selbstbewusst, eigenwillig, widerständig, von Angesicht zu Angesicht verantwortungsvoll ist jede(r) von ihnen und kann, muss, darf für sich in Anspruch nehmen: Art: ICH!“

Info: 13. Mai bis 25. Juni Art:Ich Brandenburg in der Kunsthalle Brennabor, Geschwister-Scholl-Straße 10-13, 14776 Brandenburg an der Havel. Gezeigt werden neuste Arbeiten in den Genres Malerei, Fotografie, Skulptur, Buchkunst sowie Objekte und Installationen Brandenburger Künstler; Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, jeweils 13 bis 18 Uhr; Vernissage am 13. Mai um 18 Uhr, Finissage: 25. Juni, 18.Uhr

Von Benno Rougk

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