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Brandenburg/Havel Neues Zuhause für drei Alpakas
Lokales Brandenburg/Havel Neues Zuhause für drei Alpakas
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19:49 11.05.2016
Rosie de Lima (l.) und Daniela Völkel mit den drei Alpaka-Damen. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Altbensdorf


Die Alpaka Talara, Palmira und Talca haben sechs Grundstücke weiter in der Lindenstraße ein neues Zuhause. Bei Daniela Völkel und ihrer Patchworkfamilie fühlen sie sich auf der abgetrennten saftig grünen Koppel wohl. Die 44-jährige Heilpädagogin lebt mit Mann Ralph, eigenen Kindern und Pflegekindern seit anderthalb Jahren in Altbensdorf, wo sie ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück mit Haus gekauft und ausgebaut haben. Zur Familie gehören außerdem die siebenjährige Huskyhündin Inola, die junge Katze Maddy, sechs Hühner und ein Gockel.

Die „Pakies“ hat Daniela Völkel von Rosie de Lima übernommen, deren Ehemann Rainer vor fünf Monaten beim Sturz von der Leiter auf tragische Weise ums Leben kam. „Er fehlt mir, aber ich versuche mich mit Arbeit abzulenken“, sagt die aus Indien stammende 64-Witwe, deren Familie über die ganze Welt verteilt wohnt und die auch für die anderen vier Schwielensohler ein neues Domizil sucht. „Denn neben Haus und großem Garten schaffe ich das alleine nicht.“Frau. Die Kaninchen sind bereits abgeschafft. In Altbensdorf will sie bleiben. „Hier fühle ich mich wohl, habe liebe Nachbarn und Freundschaften“, sagt die zierliche Frau.

Stressfreier Umzug mit Leine und Halfter

„Ich wollte schon immer Alpaka haben, denn sie sind schön anzusehen und haben eine ruhige Ausstrahlung“, erzählt Daniela Völkel, die vorher in Mahlenzien wohnte. Bisher fehlte der Platz. Als sie im Herbst auf dem Weg zu Freds Einkaufsquelle war, habe sie den am Zaun stehenden Rainer de Lima angesprochen, ob er der Mann mit den Alpakas sei. Zwei Tage später lud er sie ein und versprach ihr zwei Fohlen sobald sich Nachwuchs einstellt.

Doch dann kam alles ganz anders. Neben hilfreichen Nachbarn, die der Witwe in den schweren Stunden beistanden, bot Daniela Völkel ihr Unterstützung bei der Versorgung der sieben Neuweltkamele an. „Da ziemlich schnell klar war, dass Rosie nicht alle behalten kann, haben wir unsere Koppel eingezäunt und den Unterstand gebaut.“ Die beiden Frauen, die mit den drei zugänglichsten „Mädels“ sogar Lauftraining absolvierten, hatten die Idee von einem stressfreien Umzug zu Fuß mit Leine und Halfter. Doch die wuschligen Damen sträubten sich, also durften sie eine Woche vor Ostern Transporter fahren. Der Auszug aus dem Hotel Mama dauerte fünf Minuten. Der Abschied fiel nicht schwer, denn der Weg ist nicht weit. Die Frauen besuchen sich zwei- bis dreimal die Woche.

Die Alpakas sind die Lieblinge der Kinder

Die aus den südamerikanischen Anden stammenden Vicugna pacos sind genügsame Tiere. Gras, Obst, Gemüse, frisches Wasser – mehr brauchen sie nicht. Alle zwei Jahre eine Schur und vierteljährlich Fußpflege. „Sie haben sich gut eingelebt“, sagt Daniela Völkel. Nachmittagskaffee und Tagesauswertung nach der Schule mit den Kindern finden bei schönem Wetter auf der Alpaka-Koppel statt. Auch Besucher-Kinder kommen gern und gucken sich die Rasenmäher auf vier Beinen an. „Anfangs sind sie zu dritt eng beieinander gegangen und suchten die Sicherheit in der kleinen Herde“, erzählt die 44-Jährige. „Inzwischen gehen die Alpaka ihre eigenen Wege auf der Koppel.“ Die zehnjährige Talara ist die Tante der schüchternen Palmira (3) und ihrer kecken Schwester Talca (2). Mit ihrer sanften, aber sicheren Ausstrahlung hat sie immer ein Auge auf ihre beiden Nichten.

Von Claudia Nack

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