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Neuigkeiten gibt’s bei Kaffee und Kuchen

Boecke Neuigkeiten gibt’s bei Kaffee und Kuchen

Wo die Kinder früher lesen und schreiben lernten, treffen sich heute die Menschen in Boecke (Potsdam-Mittelmark) zu Kaffee und Kuchen. Einmal im Monat lädt der Heimatverein zur geselligen Runde in die Begegnungsstätte ein. Dabei gibt es Neuigkeiten aus erster Hand zu erfahren.

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Einmal im Monat treffen sich die Boecker auf Einladung des Heimatvereins zum Kaffeenachmittag.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Boecke. Kaffeeduft zieht durch das Haus. Auf den Tischen stehen Gedecke mit Blaudekor. Es gibt Blechkuchen und Frankfurter Kranz. „Meine Spezialität“, erklärt Christa Feuerherdt (80). Die Seniorin gehört dem Boecker Heimatverein an, der jeden dritten Mittwoch im Monat zur gemütlichen Kaffeerunde in die Dorfbegegnungsstätte einlädt. Das Backen übernehmen die Mitglieder. Dabei geht es reihum. Diesmal ist es Christa Feuerherdt, die viel Lob für ihren Kuchen erhält.

Zum geselligen Nachmittag kommen jene Boecker, die gern in Gesellschaft sind. „Sonst treffen wir uns ja nur beim Gießen auf dem Friedhof“, heißt es lachend aus der Kaffeerunde. Mit dabei ist auch Dora Matthies. Mit 85 ist sie die älteste Frau im Dorf. Ihren Garten macht sie noch allein. Bei den monatlichen Treffen in der Begegnungsstätte gehört die rüstige Rentnerin zu den Stammgästen. Manchmal schauen Besucher aus den Nachbardörfern vorbei.

„Wir freuen uns über jeden, der zu uns findet. Schließlich kennt man sich über viele Jahre“, sagt Ortsvorsteher Manfred Matthies, der auch Vorsitzender des Heimatvereins ist. Das ehemalige Schulhaus in der Dorfmitte wurde vor einigen Jahren zur Heimatstube umgebaut und ist seither so etwas wie die Boecker Nachrichtenbörse. Man erfährt vom jüngsten Containerbrand im benachbarten Wenzlow, tauscht sich über den ersten dicken Nebel am Morgen aus, und erfährt vom Ortsvorsteher, dass die Tempo-30-Zone für Boecke genehmigt ist.

„Die Schilder sind schon im Amt“, freut sich Manfred Matthies, der sich von der Maßnahme eine deutliche Verkehrsberuhigung verspricht. Zwar führt durch das 84-Seelen-Dorf keine Bundesstraße, doch gerast wird auch in Boecke. Eine Kreisstraße verbindet den Ort mit der nach Ziesar führenden Landesstraße 93. Schon lange setzt sich der Ortsbeirat für eine Deckenerneuerung der Kreisstraße ein. „Doch leider ist bis heute nichts passiert“, bedauert Ortsvorsteher Matthies. Positiv wird die Anbindung Boeckes an das Busnetz der Verkehrsgesellschaft Belzig gesehen. Die Rufbusse der Linie Brandenburg-Ziesar waren anfangs gewöhnungsbedürftig, gehören jetzt aber zum praktizierten Alltag.

Zu den Neuigkeiten bei Kaffee und Kuchen gehören erfreulicherweise die Zuzüge in das nicht eben zentral gelegene Dorf, dessen Umland von den Niederungen des Fiener Bruchs bestimmt wird. Gleich mehrere Familien haben sich in jüngster Zeit in Boecke niedergelassen. Sie haben bestehende Höfe übernommen oder eine der Baulücken besetzt. „Es gibt genügend Anfragen. Wir könnten sofort drei oder vier weitere Grundstücke an den Mann bringen“, weiß Manfred Matthies. Der nächste Höhepunkt in Boecke steht schon fest: Am 10. September wird die sanierte Kirche gegenüber der Begegnungsstätte feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

 

Von Frank Bürstenbinder

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