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Brandenburg/Havel Neustart im Restaurant auf dem Marienberg
Lokales Brandenburg/Havel Neustart im Restaurant auf dem Marienberg
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18:15 09.08.2016
Pächterin Constanze Neubert (r.) bekommt Unterstützung von Diane Brabender. Paul Gustav Bertz sieht den beiden zu.
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Brandenburg/H

Der Rasen ist wie in englischen Gärten perfekt getrimmt, die Sträucher gestutzt, die Menschen schlendern über das Gelände. Ein Jahr nach dem Ende der Bundesgartenschau ist der Marienberg in Brandenburg an der Havel noch immer beliebtes Kleinod, das Ruhe und Erholung für die Besucher bietet. Doch plötzlich wird die Stille durchbrochen. Laut hupend fährt ein Oldtimer den Berg hinauf. Ein Brautpaar und dessen Hochzeitsgesellschaft nutzen die Kulisse für ein festliches Beisammensein – und Fotos. Ein paar Meter den Berg hinab, am alten Baumbestand des Parks, bereiten sich zwei Berufskletterer vor, in luftiger Höhe die Kronen zu bearbeiten.

Es ist ein sonniger Tag. Typisches Biergartenwetter. Die Tische vor dem Restaurant am Marienberg sind nicht komplett belegt. Und doch haben die Kellner gut zu tun. Seit einigen Wochen ist die Gaststätte wieder geöffnet. Die neue Pächterin Constanze Neubert (43) möchte sie als Café und Restaurant betreiben. Sie kommt aus Lutherstadt Wittenberg und ist noch unerfahren in der Gastronomie. An vielen Stellen hake es noch, so Neubert, aber sie sei guter Dinge. Demnächst wird eine israelische Röstmaschine aufgebaut. Neubert will dann die Kaffeebohnen im Schonverfahren selbst rösten. „Man gibt der Bohne mehr Zeit. Dadurch kann sich das Aroma besser entfalten.“ Schon in Wittenberg habe sie Kaffee geröstet.

Die Gaststätte auf dem Marienberg. Quelle: Annika Jensen

Außerdem plant sie für Dezember im Bier- und Wintergarten einen Weihnachtsmarkt. Doch zuerst steht das Projekt Speisekarte an. Noch steht das Angebot des Lokals nur auf Schiefertafeln. Die meisten Gäste haben damit kein Problem. Recherchen im Internet ergeben allerdings schnell harsche Kritik am Service. Neubert stört das nicht. „Wir wollen mit den Brandenburgern gemeinsam herausfinden, wie wir das Menü gestalten können. Wir müssen erst einmal sehen, was nachgefragt wird.“

Das Restaurant hatte keine glückliche Vergangenheit in den vergangenen 25 Jahren. Seit der Wende ist es keinem Betreiber dauerhaft gelungen, das Lokal erfolgreich zu bewirtschaften. Ein Pächter war über sechs Jahre am Werk – das war dann auch schon die längste Zeit, in der das Lokal einigermaßen lief. Von 2007 bis 2013 hauchte der Gastronom Jens Beiler ihm neues Leben ein. Darüber hinaus verlängerte die Stadt Brandenburg, Eigentümerin des Restaurants, den Pachtvertrag nicht.
Der Buga-Zweckverband wollte für die Gartenschau einen neuen Betreiber. Den Zuschlag bekam damals der Caterer Matthias Polster. Doch nach dem botanischen Großereignis wurde es erneut still um das traditionsreiche Restaurant mit dem schönen Blick über die Stadt.

Diane Brabender (49) unterstützt die neue Pächterin. Auch sie kommt aus Lutherstadt Wittenberg und auch sie ist keine gelernte Gastronomin. Brabender ist Entspannungspädagogin und möchte im Wintergarten und im umliegenden Park Yogakurse anbieten. „Wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, sich dem stressigen Alltag zu entziehen. Frau Neubert mit ihrem Restaurant und ich mit meinen Kursen, Vorträgen und Seminaren,“ erzählt sie.

Zwei Frauen betreten das Restaurant. Auf einer Kuchenplatte balancieren sie eine dreistöckige Hochzeitstorte. „Morgen findet unsere erste Veranstaltung mit 65 Leuten statt, eine Hochzeit“, sagt Neubert. „Ich bin schon sehr gespannt.“

Von Annika Jensen

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