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Brandenburg/Havel Nicolaischule: Nutzung nur bis Februar
Lokales Brandenburg/Havel Nicolaischule: Nutzung nur bis Februar
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00:28 31.10.2015
Die Alte Nicolaischule am Nicolaiplatz. Quelle: Heiko Hesse
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Brandenburg an der Havel

Einer der Notfallpläne für die Unterbringung von Flüchtlingen in der Havelstadt wurde am Dienstagabend bei einer Informationsveranstaltung im Altstädtischen Rathaus vorgestellt: Die alte Nicolaischule, dort sollen bis zu 160 Flüchtlinge untergebracht werden. „Dabei gibt es eine klare Trennung von Schulgebäude und Flüchtlingsunterbringung, ein Zaun grenzt die beiden Bereiche ab“, sagte der Sozialbeigeordnete Wolfgang Erlebach.

Voraussichtliche Inbetriebnahme ist der 30. November, die Nutzung ist jedoch zeitlich begrenzt bis Februar 2016. Dann soll das Gebäude der medizinischen Hochschule zur Verfügung gestellt werden.

Die Veranstaltung verlief ruhig; Wolfgang Reitsch vom DRK erklärte verängstigten Brandenburgern, dass die Flüchtlinge eher schüchterne und zurückhaltende Menschen seien. „Sie sind geflohen, weil sie keine Gewalt haben wollen. Manche von ihnen wurden gezwungen, zu kämpfen“, sagte er.

Zeitlich begrenzte Nutzung

Bedenken gab es beispielsweise in Kirchmöser, die sich jedoch nicht bewahrheitet haben, ergänzte Andreas Griebel, ebenfalls vom DRK. „Es gab einen sehr respektvollen Umgang der jungen Männer, auch mit den Sozialarbeitern und Ehrenamtlichen, die die Flüchtlinge gut betreut haben.“

Die Alte Nicolaischule sei die letzte Notunterkunft, die belegt werde. Daneben gibt es weitere Notquartiere: In Kirchmöser können bis zu 75 Personen beherbergt werden. Diese Unterkunft steht zur Zeit leer. Die Flüchtlinge, die dort lebten, sind in die Fohrder Landstraße umgezogen. Eine weitere Notunterkunft gibt es in der Sophienstraße, die mit 120 Personen voll belegt ist. Seit einer Woche sind 55 Personen in einem Sozialgebäude an der Regattastrecke untergebracht, dort können bis zu 70 Personen leben.

Kirchmöser steht aktuelle leer

Für 2016 sei keine Belegung der Notunterkünfte mehr geplant. Zum 1. März soll die Rolandkaserne mit 640 Plätzen bezugsfertig sein. Weitere 100 Plätze entstehen am Neuendorfer Sand. Als Notreserven sollen dann nur noch Kirchmöser und Hohenstücken herhalten. Der Sozialbeigeordnete Wolfgang Erlebach rechnet mit 800 bis 850 aufzunehmenden Flüchtlingen bis Jahresende in der Havelstadt. Im Moment gibt es hier 662 Asylsuchende, 11 weitere Personen sind für diese Woche angekündigt.

Nicht eingerechnet sind hierbei Flüchtlinge, welche inzwischen Leistungen des Jobcenters erhalten oder ohne Unterstützung leben. Zur Zeit kommen die meisten Flüchtlinge aus Syrien (133), gefolgt von Afghanistan (71) und Albanien 60).

Von Melanie Höhn

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