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Nicolaischule zum Jahresende fertig

Vier-Millionen-Euro-Projekt Nicolaischule zum Jahresende fertig

Nach Jahren des Bauens hat die Rektorin der Brandenburger Nicolaischule das Ende der Baustelle vor Augen. „Das Größte ist geschafft, ein paar Wochen müssen wir noch durchhalten, dann sind wir im Paradies“, schwärmt Marina Eckhardt. Das Himmlische ist eine baulich intakte weiterführende Schule mit neuer Turnhalle und ansprechend gestalteter Außenfläche.

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Rektorin Marina Eckhardt (Bildmitte rechts) freut sich, dass das Hauptgebäude und der Anbau der Nicolaischule so gut geworden sind.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg an der Havel. Nach Jahren des Bauens, Umbauens, Erweiterns und Neugestaltens hat die Rektorin der Brandenburger Nicolaischule das Ende der Baustelle vor Augen. „Das Größte ist geschafft, ein paar Wochen müssen wir noch durchhalten, dann sind wir im Paradies“, schwärmt Marina Eckhardt. Das Himmlische ist in diesem Fall eine baulich intakte weiterführende Schule mit nagelneuer Turnhalle und ansprechend gestalteter Außenfläche.

Vor einem Jahr hat der Umzug der Nicolaischule innerhalb der Vereinsstraße vom alten Gebäude in das mit Millionenaufwand sanierte, rund hundert Jahre alte ehemalige Gebäude des Flakowski-Oberstufenzentrums begonnen. Wer das innen schon abgeschlossene Schulgebäude heute betreten will, muss allerdings über Sand und Bauschutt steigen, um die Eingangstür zu erreichen.

Außenanlagen neu gestaltet

Die Umgestaltung der Außenfläche ist zwar vorbereitet, die eigentlichen Bauarbeiten haben aber noch nicht begonnen. „Wir sind doch kampferprobt nach der Großbaustelle Nicolaiplatz, wir kommen trotz einiger Unannehmlichkeiten auch mit diesen Bauarbeiten klar“, sagt Schulleiterin Eckhardt.

Dass auch die Außenanlagen neu gestaltet werden, sei ursprünglich nicht absehbar gewesen, berichtet Martin Pieper, der bei der städtischen Liegenschaftsverwaltung GLM diese Baustelle betreut. Die Verwaltung habe dafür nachträglich Fördermittel des Landes von rund 200.000 Euro akquiriert.

Integrationsklassen seit mehr als 20 Jahren

Gut 260 Schüler lernen derzeit In der Nicolaischule. Seit diesem Schuljahr gibt es eine Willkommensklasse mit Kindern und Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan, Albanien und Bulgarien.

Die 25 Lehrer werden von einer Sonderpädagogin und einem Schulsozialarbeiter unterstützt.

Fast alle Klassen sind Integrationsklassen, denn die Nicolaischule integriert schon seit Anfang der 90-er Jahre Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Infolge dessen sind die Klassen kleiner.

Der Umgang mit Kindern, die anders sind, fördert nach dem Verständnis der Nicolaischule-Pädagogen die soziale Kompetenz aller Schüler.

Schüler mit Teilleistungsstörungen wie Lese- Rechtschreib- oder Matheschwäche nimmt die Nicolaischule bewusst auf.

Der neue Anbau beherbergt unter anderem die Aula, einen Musikraum, Arbeitslehreräume und eine Lehrküche.

Die Gesamtbaukosten für die Nicolaischule erreichen fast vier Millionen Euro: 2,9 Millionen Euro für das sanierte alte Schulgebäude und den neuen Anbau, weitere 750.000 Euro für die Sporthalle, die gerade entsteht, und weitere 250.000 Euro für die Außenanlage, die bis Jahresende fertig sein muss. Die Stadt hatte das Bauprojekt wegen der hohen Kosten aus dem PPP-Modell (PPP = Private Public Partnership) herausgenommen, also mit Ausnahme der Außenflächengestaltung auf eigene Kosten gebaut.

Große Fläche wird gepflastert

Der künftige Pausenhof liegt zwischen dem Alt- und dem Neubau, neben dem Sportplatz, mit Zugang zum Nicolaipark. Die Stadtarchäologen entdeckten auf dem mittelalterlichen Friedhofsgelände wie erwartet menschliche Überreste und sogar einen Zinksarg, wie die Rektorin berichtet.

Die größte Fläche soll gepflastert werden, schon allein wegen der Feuerwehrzufahrt. Vorgesehen ist eine Ruhezone mit Bänken, der vom Schülercafé sofort zu erreichen ist. Eine Außenbühne soll Theateraufführungen ermöglichen. Autos werden innerhalb des umzäunten Geländes nicht fahren dürfen. Im Gebäude fühlen sich die rund 260 Nicolaischüler nach Aussage ihrer Rektorin schon jetzt wohl.

Von Jürgen Lauterbach

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