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Nie oben ohne auf der Buga

Behütet zwischen Fingerhut und Schleierkraut Nie oben ohne auf der Buga

Behütet zwischen Schleierkraut und Fingerhut genießen viele Buga-Gäste den Sommer in Brandenburg an der Havel. Zum Schutz vor der Sonne tragen sie Hüte, die sie in New York, Gran Canaria, Frankreich oder einem Flohmarkt in Dallgow-Döberitz kauften. Einer Rentnerin aus Bayern ist das aber eine zu windige Angelegenheit.

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Jenny Seiler und Michael Randel aus Potsdam. Ihr Hut ist aus New York, seiner vom Flohmarkt in Dalgow-Döberitz.

Quelle: Marion von Imhoff

Brandenburg an der Havel. Michael Randel ist eigentlich zu jung für seinen matschgrünen Cordhut. Gewöhnlich tragen ältere Semester diese nicht mehr ganz modische Kopfbedeckung. Doch der 28-jährige Potsdamer liebt seinen auf einem Flohmarkt in Dallgow-Döberitz erstandenen Hut. Klar, dass er ihn aufsetzt, wenn er sich den Besuch der Bundesgartenschau vorgenommen hat. Den Holztechniker zieht es schon rein beruflich auf die Buga und dabei bietet der Cordhut besten Sonnenschutz. Auch Randels Freundin Jenny Seiler ist behütet unterwegs auf der Blumenschau am Brandenburger Packhof. Ihren Strohhut kaufte sie vor zwei Jahren einem Straßenhändler in New York für 10 Euro ab.

Elisabeth Streidl wählt die sportlichste Variante des Sonnenschutzes

Elisabeth Streidl wählt die sportlichste Variante des Sonnenschutzes.

Quelle: Marion von Imhoff

Mit ihrem Strohhut gescheitert ist dagegen Elisabeth Streidl aus dem bayerischen Bad Tölz. Mit dem flanierte sie am Buga-Standort Havelberg am Tag zuvor durch die Blumenmeere. „Dauernd flog mir der Hut vom Kopf. Deswegen habe ich heute mein Tuch aufgesetzt, mit dem ich sonst in den Bergen unterwegs bin.“ Die 61-jährige Hausfrau mag es zünftig. Ihre Variante der Kopfbedeckung ist an diesem sonnigen Julitag eindeutig die sportlichste Variante des Sonnenschutzes.

Gut behütet zur Buga

Elegant im Panama-Hut spaziert Wilhelm Faatz aus Ratingen bei Düsseldorf durch die 33 Themengärten an der Havel. Der 61-Jährige kaufte sich 2013 seine edle Kopfbedeckung in Südfrankreich. „Da war ich hingegangen und hatte mir den Kopf verbrannt. In einem echten Hutgeschäft kaufte ich mir den Panama-Hut und trage ihn jetzt bei jeder sonnigen Gelegenheit“, sagt der frühere Krankenkassen-Angestellte, der längst im Ruhestand ist.

Wilhelm Faatz kaufte seinen Panama-Hut „in einem echten Hutgeschäft in Südfrankfreich“

Wilhelm Faatz kaufte seinen Panama-Hut „in einem echten Hutgeschäft in Südfrankfreich“.

Quelle: Marion von Imhoff

Aus Gran Canaria stammt der Hut, mit dem Thomas Funk über den Park am Packhof schlendert. Der Metallarbeiter aus der Nähe von Marburg in Hessen zieht immer wieder das Band am Kinn straff, damit keine Windböe den Strohhut fortträgt.

Dass ihr Strohhut fest am Kopf sitzt, darauf hat Christine Hesse aus Potsdam schon beim Kauf geachtet. „Ein Hut muss schon sitzen und dieser sitzt straff.“ Mit ihrem Mann Joachim hat die 68-Jährige den Florentiner-Hut auf dem Potsdamer Wochenmarkt erstanden.

Joachim und Christine Hesse aus Potsdam im Partnerlook

Joachim und Christine Hesse aus Potsdam im Partnerlook.

Quelle: Marion von Imhoff

Auch die Kopfbedeckung des 71-Jährigen stammt von dort. Der Physiker griff am Stand nach dem ersten Hut und das war gleich der beste.

Von ihrem Urlaub auf Mallorca bracht sich Petra Jeschke aus Frankfurt (Oder) ihren Strohhut mit. Die pensionierte Lehrerin war von ihrem Sohn gewarnt worden , lieber einen Hut, besser noch einen Sonnenschirm mit auf die Buga zu nehmen. Die 65-Jährige entschied sich für die schnittigere Variante Hut ebenso wie ihre Schulfreundin Beate Hübner. Ohne Hut auf die Bundesgartenschau – das wäre auch für die 65-Jährige frühere Biologie-Laborantin nichts gewesen.

Petra Jeschke und Beate Hübner (r) schwören auf ihre Strohhüte gegen Sonnenstich

Petra Jeschke und Beate Hübner (r.) schwören auf ihre Strohhüte gegen Sonnenstich.

Quelle: Marion von Imhoff

Von Marion von Imhoff

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