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Noch vier Wochen Quälerei am Dreieck Werder

Unfälle und lange Staus Noch vier Wochen Quälerei am Dreieck Werder

An der Baustelle am Dreieck Werder kommt es immer wieder zu langen Staus. Erst vor wenigen Tagen ereignete sich am Stauende eine Massenkarambolage. Zwei Menschen wurden dabei verletzt. Im September starb am Stauende ein Lkw-Fahrer. Das wirft Fragen auf. Das Landesamt für Straßenwesen verteidigt indes seine Baustellen-Einrichtung.

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Ein Polizist untersucht nach dem tödlichen Unfall am 19. September am Dreieck Werder das Unfallwrack.

Quelle: Julian Stähle

Mittelmark. Das Landesamt für Straßenwesen verteidigt die Art und Weise der Baustellen-Einrichtung am Dreieck Werder. Noch bis zum 11. November wird dort die Fahrbahndecke Richtung Berlin erneuert.

Seit Beginn der Bauarbeiten am 5. September kam es am Dreieck Werder zu schwersten Unfällen mit Verletzten und einem Toten. Am 19. September starb ein Lastwagenfahrer, der auf das Stauende aufgefahren war, noch am Unfallort in seiner zerquetschten Fahrerkabine. Vor wenigen Tagen kam es zu einer Massenkarambolage mit zwei Verletzten. Immer wieder staut sich der Verkehr dort wie am Freitagvormittag bis über die Anschlussstelle Lehnin auf der Autobahn 2 hinaus. Auffällig ist, dass die rechte Baustellen-Spur Richtung Berlin meist völlig zugestaut ist, während der Verkehr auf der linken Spur, die im Gegenverkehr verläuft, nur von wenigen Fahrzeugen genutzt wird.

Landesamt für Straßenwesen spricht von „Einzelfall“

Die Staubildung wird zudem begünstigt, weil am Dreieck Werder auch der Verkehr vom westlichen Berliner Ring auf den Verkehr von der A 2 Richtung Berlin trifft. Schon die Anschlussstelle Lehnin Richtung Berlin passieren laut Bundesanstalt für Straßenwesen täglich rund 28 500 Autos und 7126 Lastwagen. Die Zahlen stammen von der Verkehrszählung 2015. Die Polizei warnt bekanntlich vor steigenden Unfallzahlen durch hiesige Baustellen.

Catrin Lange, zuständige Sachgebietsleiterin im Landesamt für Straßenwesen, verteidigt die Baustelleneinrichtung: „Wir werden momentan nichts ändern, der Todesfall war ein Einzelfall, deswegen gibt es noch keinen Handlungsbedarf.“ Dass zu wenig Fahrzeuge die linke Baustellenspur nutzten, liege in der Verantwortung der Auto- und Lastwagenfahrer selbst. Zusätzliche Schilder würden nicht aufgestellt.

Von Marion von Imhoff

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