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Brandenburg/Havel WBG-Vorstand Norbert Meyne ist tot
Lokales Brandenburg/Havel WBG-Vorstand Norbert Meyne ist tot
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06:00 08.01.2016
WBG-Chef Norbert Meyne ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Quelle: Heike Schulze
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Brandenburg/H

Norbert Meyne ist am Dienstag im Alter von 60 Jahren unerwartet gestorben. Er war mehr als zwanzig Jahre lang kaufmännischer Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg (WBG) und stand somit an der Spitze des größten Wohnungsunternehmens in der Stadt. Mehr als 24 Jahre lang gehörte der Diplomingenieur der WBG an. Im September 1995 wurde er als Kaufmännischer Vorstand bestellt. Seit gut fünf Jahren führte der Brandenburger das Unternehmen in der Silostraße gemeinsam mit Technik-Vorstand Gerhard Zapff.

Ende Juni dieses Jahres wollte Norbert Meyne geordnet aus dem Unternehmen ausscheiden und sein Berufsleben beenden. „Ich werde nicht noch einmal antreten, ich hatte genug um die Ohren“, kündigte Meyne bereits im November 2014 an. Nun wurde er ganz plötzlich aus seinem Leben gerissen, mit dem er noch so viel vorhatte.

Im Sommer wollte er in Ruhestand gehen

Norbert Meynes Jahre in der WBG begannen 1991, als er zunächst als Aufsichtsrat die Geschicke der Genossenschaft überwachte. Ein Jahr später wechselte der Ingenieur in das Unternehmen und war dort zunächst verantwortlicher Sachgebietsleiter für die Haustechnik.

Wie kein anderer hat Norbert Meyne das größte und eines der erfolgreichsten Wohnungsunternehmen der Stadt geprägt. Die Genossenschaft mit ihren rund 7400 Mitgliedern verwaltet fast 8000 Wohnungen, 17 Gewerbeeinheiten und 110 Stellplätze und Garagen. Sie erzielt im Jahr Umsatzerlöse von mehr als 20 Millionen Euro.

Das Geschäftsjahr 2014 wurde mit einem Gewinn von 3,7 Millionen Euro abgeschlossen. Auch in seinem letzten Berufsjahr hatte sich Meyne noch ein stattliches Bauprogramm vorgenommen. Rund 14 Millionen Euro sollen zum Beispiel in den Umbau und die Sanierung von 120 Wohnungen fließen.

Designierter Nachfolger übernimmt wohl früher

Seine persönliche Courage kostete Norbert Meyne am 20. November 2008 ein Augenlicht. Er ging als Vorgesetzter dazwischen, als ein ehemaliger Mieter eine WBG-Mitarbeiterin beleidigte. Der aufgebrachte Mann, der später zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, drückte ihm im Kampf auf dem Boden das rechte Auge aus. Der WBG-Chef musste in der Folgezeit außer Schmerzen auch mehrere Operationen und Krankenhausaufenthalte auf sich nehmen.

Am 1. Juli sollte der Abschied des langjährigen Vorstandes gefeiert werden. Gleichzeitig sollte Matthias Osterburg die Nachfolge Meynes als kaufmännischer Vorstand antreten. Voraussichtlich wird er der Jurist, der kommunal- und landespolitisch für die Linken aktiv war, die Aufgabe nun früher übernehmen. Der Aufsichtsrat will dazu eine Sondersitzung einberufen.

Von Jürgen Lauterbach

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